Auszeichnung

Fröndenberger Friedrich Frens erhält Bundesverdienstkreuz

Friedrich Frens aus Fröndenberg erhält das Bundesverdienstkreuz von Landrat Michael Makiolla (rechts). Zu den Gratulanten auf Haus Opherdicke zählen auch Fröndenbergs Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe (links) und Frens' Frau Margret.

Friedrich Frens aus Fröndenberg erhält das Bundesverdienstkreuz von Landrat Michael Makiolla (rechts). Zu den Gratulanten auf Haus Opherdicke zählen auch Fröndenbergs Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe (links) und Frens' Frau Margret.

Foto: Tobias Schürmann

Fröndenberg/Opherdicke.   Den Brief von Landrat Michael Makiolla und der bevorstehenden Auszeichnung hat Friedrich Frens zuerst für ein Knöllchen gehalten.

Friedrich Frens ist bereits der dritte Fröndenberger in diesem Jahr, der das Bundesverdienstkreuz von Landrat Michael Makiolla überreicht bekommen hat. Es ist eine besondere Ehre für einen Fröndenberger, der sich über Jahrzehnte in der Kommunalpolitik verdient gemacht hat und nur durch einen persönlichen Zufall den Weg ins Ehrenamt fand.

„Es ist immer eine ganz besondere Ehre, Menschen auszuzeichnen, die sich um das Gemeinwohl verdient gemacht haben“, sagt Landrat Michael Makiolla bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes auf Haus Opherdicke. Gerade einmal sieben oder acht solcher Verleihungen führe er im Namen des Bundespräsidenten pro Jahr durch. Umso erstaunlicher, dass in der Ruhrstadt in diesem Jahr bereits drei Fröndenberger die Auszeichnung erhalten haben.

Etwas bewegen wollen

„Ich hab das Schreiben zuerst für ein Knöllchen gehalten“, sagt Friedrich Frens und muss lachen. Mit der Auszeichnung habe er nämlich überhaupt nicht gerechnet. Denn die Initiative ging von seiner Partei, der CDU, aus. Sibylle Weber, frühere Fröndenberger Ratsfrau und nun Kreisgeschäftsführerin der Christdemokraten, hatte den Prozess im April 2016 angestoßen. „Das ist jetzt natürlich ein schöner Jahresabschluss“, gibt sie zu. Denn passend zu seiner 50-jährigen Parteizugehörigkeit hat das Bundespräsidialamt die Auszeichnung für Friedrich Frens durchgewunken.

Der gelernte Schlosser ist seit seiner Jugend Mitglied im Schützenverein Kirchspiel Bausenhagen, war 1956 – mit gerade einmal 21 Jahren – sogar Schützenkönig und seither auch ein fester Bestandteil des Vorstandes. 1968 tritt Frens der CDU bei. Dabei war das zunächst nur der Tatsache geschuldet, dass er auf seinem Grundstück bauen wollte. „Ich musste von einem Politiker zum anderen gehen“, sagt er, ehe er die Bauerlaubnis erhielt. Um künftig auch für seine Mitbürger etwas zu bewegen, entschließt er sich, sich politisch zu engagieren. „Ich wollte einfach etwas bewegen“, sagt der 83-Jährige. Von 1975 bis 2009 war er Mitglied im Fröndenberger Stadtrat, saß im Aufsichtsrat der Stadtwerke sowie im Aufsichtsrat des Kommunalservice Wickede-Fröndenberg. „Er war und ist der ruhende Pol in zähen Debatten“, betont Michael Makiolla. Das gelte vor allem für seinen Einsatz in der Palz, „dem schönsten Fleckchen im Kreis Unna“, wie Makiolla ergänzt.

Ein gutes Beispiel

Ebenso wie in Politik und Schützenverein ist Frens über Jahrzehnte Teil des Kirchenlebens und – von 1964 bis 1996, als er aus dem aktiven Dienst verabschiedet wurde – der Feuerwehr gewesen. „Die Verleihung setzt ein Zeichen, wen oder was die Gesellschaft schätzt“, sagt Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe im Rahmen der Feierstunde. Die Ruhrstadt brauche Menschen wie Frens, die die Initiative ergreifen und mit gutem Beispiel voran gehen.

„Ich habe es als meine Pflicht angesehen und gerne gemacht“, erklärt Frens sein Engagement. Und Schluss ist für ihn noch lange nicht. Der 83-Jährige hilft tatkräftig bei den Planungen zum 200-jährigen Bestehen seines Schützenvereins mit. Aber anders als Alt-Bürgermeister Willi Demmer will Frens nicht mehr unter die Vogelstange treten. „Das hab ich damals nur in meinem jugendlichen Leichtsinn gemacht.“

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