Ausstellung

Fröndenberger Heimatverein: Geschichte mit Eventcharakter

Die Ausstellung des Heimatvereins im Stiftsgebäude soll überarbeitet werden.

Die Ausstellung des Heimatvereins im Stiftsgebäude soll überarbeitet werden.

Foto: Jochen von Nathusius

Fröndenberg.   Statt eines losen Sammelsuriums soll das Heimatmuseum bald einen roten Faden bekommen. Die ersten Ideen dazu gibt es schon.

Der Heimatverein will den Förderverein Kulturzentrum für Ausstellungen unterstützen – gänzlich vom Stiftsgebäude verabschieden wird sich der Heimatverein aller Voraussicht aber nicht.

Die Pläne

Die Idee, in der Kettenschmiede auch das Leben der Beschäftigten zu zeigen, besteht weiter. Doch dazu müssten erst einmal die Räumlichkeiten geschaffen werden, die derzeit Teil einer Machbarkeitsstudie sind. „Wir wären bereit, Ausstellungsstücke zur Verfügung zu stellen“, erklärt Stadtarchivar Jochen von Nathusius.

Es sei ein Anliegen des Heimatvereins, im Ulmke-Forum des Himmelmannparks präsent zu sein. Bis die Infrastruktur vor Ort allerdings geklärt ist, bleibt der Heimatverein in seinen Räumen im Stiftsgebäude – und plant für die kommenden Wochen zahlreiche Veränderungen, um mehr Publikum zum Kirchplatz zu locken. Einen Umzug in Gänze soll es voraussichtlich nicht geben.

Die Ausstellung

Die Ausstellung im Dachgeschoss des historischen Stiftsgebäudes wird derzeit renoviert, demnächst rücken Experten an, um die Möbel zu überarbeiten. „Es soll kein Sammelsurium sein“, sagt von Nathusius. Man wolle sich mehr auf die Kernbereiche konzentrieren. Und das beinhalte vor allem handwerkliche und bäuerliche Kunst sowie die Stifts- und Kirchengeschichte. Eine bessere Beschriftung soll Besuchern zudem mehr Orientierung zwischen den historischen Stücken bieten.

Die Ausstellung soll so übersichtlicher gestaltet werden und die wichtigen Leihgaben und Stücke in den Vordergrund rücken. Dabei nennt von Nathusius vor allem die Stiftsgeschichte oder aber alte Elektrogeräte, die Geschichte greifbar machen.

Die Öffnungszeiten

Gleichzeitig ändert der Heimatverein seine Öffnungszeiten. Jeden zweiten Samstag im Monat ist das Heimatmuseum künftig von 14 bis 16 Uhr geöffnet. „Dabei wollen wir bestimmte Dinge in den Mittelpunkt stellen“, erklärt der Stadtarchivar. Den Anfang – zum Start der Saison – macht am Samstag, 2. Mai, ein Impulsvortrag über die Erbauung des Stiftsgebäudes durch Ida von Plettenberg. Künftig sei denkbar, dass die Evangelische Kirchengemeinde Fröndenberg und Bausenhagen auch weitere Asservate zu bestimmten Schwerpunkt-Themen bereitstellt. Der Eintritt zu den Samstagsöffnungen bleibt wie in der Vergangenheit frei. Gekoppelt sind die Öffnungstage an die Stiftskirche. So wolle der Heimatverein Synergieeffekte nutzen und dem Ganzen einen gewissen Eventcharakter verleihen.

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