Stadtentwicklung

Fröndenberger Stadtbibliothek soll zukunftssicher werden

Brigitte Kern, Betreiberin des Bücherparadieses Kern, geht Ende 2019 in den Ruhestand. Die Nachfolge steht noch nicht fest.

Brigitte Kern, Betreiberin des Bücherparadieses Kern, geht Ende 2019 in den Ruhestand. Die Nachfolge steht noch nicht fest.

Foto: WP

Fröndenberg.   Das Frauennetzwerk lädt zu einem Diskussionsabend zur Stadtbibliothek ein. Es muss bis Ende 2019 eine Lösung gefunden werden.

Das Frauennetzwerk Fröndenberg möchte Möglichkeiten für eine Neuausrichtung der Stadtbibliothek diskutieren. Als Vorbild dient die Nachbarstadt Menden, wo regelmäßig Autoren für Lesungen zu Gast sind und auch über die übliche Ausleihe hinaus Aktionen stattfinden.

Keine längere Vakanz

Ende dieses Jahres wird Brigitte Kern als Betreiberin der Stadtbücherei am Marktplatz in den Ruhestand gehen. Ein Nachfolger – oder eine Nachfolgerin – steht noch nicht fest. Und genau deshalb will das Frauennetzwerk nun mit einem Diskussionsabend dazu beitragen, dass die drohende Vakanz nicht zu einem dauerhaften Problem für die Ruhrstadt wird. Zu Gast sein wird am Montag, 27. Mai, um 19 Uhr im Ratssaal des Stiftsgebäudes ein Mitarbeiter der Fachstelle für öffentliche Bibliotheken aus Düsseldorf. Er wird die Entwicklung der Stadtbüchereien im Allgemeinen vorstellen und die Grundlage für den Diskussionsabend schaffen, wie Barbara Streich vom Frauennetzwerk erklärt. „Das Frauennetzwerk hat sich auch bei der Innenstadtentwicklung eingeklinkt, jetzt wollen wir den Prozess als Katalysator unterstützen“, sagt Streich im Gespräch mit der WP.

Vorbild für Fröndenberg könne demnach auch die Nachbarstadt Menden sein. Denn dort gehören Lesungen, Spieleangebote für Kinder, interaktive Mitmachaktionen oder die Onleihe längst zum Standardprogramm. „Das war so in Fröndenberg bisher nicht möglich“, sagt Streich. Es gehe darum, die Stadtbücherei zukunftsfähig aufzustellen und so viele Fröndenberger wie möglich über die Situation aufzuklären. „Eine Bücherei ist so viel mehr als nur ein Buch aus dem Regal zu nehmen“, ist sich Streich sicher. Sie sieht die Bücherei am Marktplatz als Bildungs- und Begegnungseinrichtung.

Impulse an die Verwaltung

Gerade deshalb könne man sich keine längere Vakanz nach Kerns’ Ausscheiden leisten. Gleichwohl sei klar, dass das Frauennetzwerk keine Entscheidungsbefugnisse hat. Man wolle aber eine Diskussion anstoßen und Impulse an die Verwaltung weitergeben.

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