Stadtentwicklung

Fröndenberger zeigen sich bei IGA-Umfrage verhalten

Wie wird der Himmelmannpark später einmal aussehen? Diese Frage soll mittels einer Bürgerbefragung zur Internationalen Gartenausstellung 2027 geklärt werden.

Wie wird der Himmelmannpark später einmal aussehen? Diese Frage soll mittels einer Bürgerbefragung zur Internationalen Gartenausstellung 2027 geklärt werden.

Foto: Archiv/ Martina Dinslage

Fröndenberg.  Nur 17 Rückläufer erhielt die Fröndenberger Verwaltung bei einer Umfrage zur Internationalen Gartenausstellung 2027. Nun steht die Auswertung an.

Die Rückmeldungen zur Bürgerbefragung rund um die Internationale Gartenausstellung 2027 fallen verhalten aus. Lediglich 17 Anregungsbögen haben ihren Weg in den extra im Himmelmannpark aufgestellten Briefkasten gefunden. Die Verwaltung will die wenigen Anregungen dennoch in die weitere Bearbeitung aufnehmen und zeigt sich von der inhaltlichen Qualität der Fragebögen beeindruckt.

Internationale Gartenausstellung 2027

Mit 17 Rückläufen fällt die Zahl der Flyer zwar vergleichsweise gering aus, Bauamtsleiter Martin Kramme zeigt sich dennoch zufrieden: „Wir haben so eine Bürgerbeteiligung ja noch nie gemacht und Neuland betreten.“ In Anbetracht dessen sei die Qualität der Anregungen sehr gut. Hintergrund der Umfrage war die Internationale Gartenausstellung 2027, die unter anderem Station in der Ruhrstadt machen soll. Dafür suchte die Verwaltung Anregungen dazu, wie die Fröndenberger in Zukunft leben und den Himmelmannpark gestaltet wissen wollen.

Besonders die Themen „Wasser erleben“ und „Naherholung“ seien dabei laut einer Vorlage für den Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt von den Bürgern angesprochen worden. „Dabei spielt zum einen die Integration der Ruhr eine große Rolle. (...) Zum anderen wird das Anlegen von Liegewiesen an den Uferbereichen und barrierefreie Wegeverbindungen innerhalb des Himmelmannparks sowie Verknüpfungen zu den angrenzenden Grünstrukturen des Hindenburghains und der Kiebitzwiese ebenfalls als wünschenswerte Maßnahmen aufgeführt“, heißt es in der Vorlage. Es könne demnach festgehalten werden, dass sich die Fröndenberger deutlich naturnahere Erholung wünschen. Aber auch Blühstreifen, Kräuter, Neupflanzungen von Bäumen, ein Insektenhotel oder Baumlehrpfad werden von den Bürgern angeführt. „Wir wollten ja nicht über Kleinigkeiten reden, sondern darüber, wie die Menschen in Zukunft leben wollen“, erklärt Martin Kramme dazu auf WP-Anfrage.

Qualität überzeugt die Verwaltung

Aber auch die Gastronomie oder der Radverkehr dürften laut Auswertung der Flyer künftig nicht zu kurz kommen. Zudem könnte „im Sommer ein Open-Air-Kino die bereits bestehenden Veranstaltungen im Himmelmannpark ergänzen“, heißt es in der Vorlage weiter. Mit letzterem hat die Ruhrstadt bekanntlich schon Erfahrung gesammelt. Im Rahmen der Filmschauplätze macht die Freiluftveranstaltung alle zwei Jahre Station in Fröndenberg, zuletzt im Juli im Golfclub Gut Neuenhof.

Die Anregungen sollen nun in die Vorbereitung eines Bürgerworkshops Anfang 2020 aufgenommen werden. Das habe Bauamtsleiter Martin Kramme im Vorfeld gewisses Kopfzerbrechen bereitet; angesichts der Anregungen sei das nun aber kein Problem mehr. Wir haben, sagt Kramme, einen hohen Aufwand betrieben und uns natürlich mehr Rückmeldungen gewünscht. Die Qualität sei sehr gut und somit sei auch die Richtung klar: „Wir wollen das Herz der Bürger treffen und daran arbeiten wir im Workshop.“

Noch mehr Fotos, Videos und Nachrichten aus Fröndenberg und Umgebung lesen Sie hier.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben