Offene Gärten

Hobbygärtner präsentieren ihre Paradise bei Offenen Gärten

Vorfreude (von links): Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe, Andreas und Christine Klein, Gudrun und Jenny Herrmann (Teilnehmer), Martina Sträter (Stadt Fröndenberg), Wolfgang und Beate Hoffmann (Teilnehmer).

Vorfreude (von links): Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe, Andreas und Christine Klein, Gudrun und Jenny Herrmann (Teilnehmer), Martina Sträter (Stadt Fröndenberg), Wolfgang und Beate Hoffmann (Teilnehmer).

Foto: Alexander Lück

Fröndenberg.   Zahlreiche Fröndenberger nehmen bei den Offenen Gärten teil. Die Ruhrstadt wartet mit grünen Paradisen auf.

Sie haben sich zuhause ihr kleines, grünes Paradies geschaffen. Fröndenberger Hobbygärtner erzählen, warum sie bei den Offenen Gärten im Ruhrbogen mitmachen.

Andreas Klein ist von Beruf Garten- und Landschaftsbauer, sein Betrieb konnte vor kurzem 30-jähriges Bestehen feiern. Und wo verbringt er seine Freizeit? Im eigenen Garten. „Wir leben auch wirklich in dem Garten. Sobald die ersten Sonnenstrahlen rauskommen, sitzen wird draußen.“ Wobei, sitzen bleibt er nicht lange, wie er erzählt: „Man sieht dann sofort, wo noch was getan werden muss. Arbeit und Stress ist das überhaupt nicht für mich, sondern Spaß, ein Hobby.“

Gattin Christine sieht das genauso. Auch die Vorbereitungen auf die Teilnahme an den Offenen Gärten im Ruhrbogen sind keine Last. Kleins freuen sich auf die mehreren Hundert Besucher, die sie an ihren beiden Terminen vermutlich wieder begrüßen können. Und darauf, ihren Wassergarten zu präsentieren. „Eigentlich haben wir mehr Wasser als Garten“, so Andreas Klein. An jeder Ecke auf gut 150 Quadratmetern sprudelt es.

Eine große Party

Das Gärtnern scheint in der Familie vererbt zu werden, denn auch Sohn Sven Klein ist mit seiner Familie bei den Offenen Gärten dabei. Der Garten als Wohnraum: Das ist auch für Familie Herrmann in Frömern ein Thema. Und das Feiern hier. „Wir wollen an dem Tag in erster Linie eine große Gartenparty mit unseren Gästen feiern“, sagt Gudrun Herrmann.

Außerdem sind in Kooperation mit Künstlern vom Hof Sümmermann in Fröndenberg interessante Exponate im Garten zu bewundern. Zu einer Gartenparty gehört dabei auch, dass Gisbert Herrmann die Outdoor-Küche befeuert und Tochter Jenny an einer kleinen Bar Cocktails mixt.

„Gartenfreunde sind alle so angenehme, freundliche Menschen. Die fragen dann noch mal extra, ob sie irgendwo hingehen und genauer schauen dürfen“, sagt Gudrun Herrmann. Angst davor, dass liebevoll angelegte Beete mutwillige zertrampelt und verwüstet werden, müsse niemand haben, betonen alle Beteiligten.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe

Auf die Lichtergärten, einen Abendtermin im Rahmen der Veranstaltungsreihe, wo bei einbrechender Dunkelheit das grüne Paradies hinterm Haus besonders illuminiert wird, freut sich Familie Herrmann besonders. Dann wird es in der Regel auch deutlich länger als die im Programm vorgesehene Öffnungszeit bis 22 Uhr.

Mit ihrer zweiten Teilnahme an den Offenen Gärten sind Beate und Wolfgang Hoffmann von der Hohenheide die Neulinge der Runde. „Die große Resonanz im letzten Jahr hat uns positiv überrascht“, so Wolfgang Hoffmann. Und zu einer weiteren Teilnahme bewegt. Sein Thema „Ruhesitz mit Aussicht“ ist wörtlich zu verstehen. Das riesige Außengelände der Hoffmanns bietet einen wunderschönen Blick ins Löhnbachtal. Und zur Ruhe setzen um diesen Ausblick zu genießen, konnte sich Wolfgang Hoffmann beruflich mittlerweile auch, während Gattin Beate bis dahin auch nur noch wenige Monate Zeit hat.

Unkraut zurückhalten

Bernhard Küster öffnet auch wieder seinen naturnahen Garten am Rammbach in Warmen. Auf Wunsch kann er zum Beispiel einige Tipps geben, wie man das Unkraut im Garten zurückhält. Auf natürliche Weise, versteht sich.

Ein wenig schade ist, dass sich kein echter Neuling gemeldet hat. Martina Sträter, bei der Stadt für die Organisation zuständig, appelliert daran, mutig zu sein. Es gibt keine Voraussetzungen die erfüllt werden müssen. Jenny Herrmann, stellvertretend für die anderen Hobbygärtner: „Diese Veranstaltung lebt doch von der Vielfalt. Auch kleine Gärten sind ganz toll.“

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