Graf-Adolf-Stadion

Keine Förderung vom Bund für Sportpark Ruhr in Fröndenberg

Schlechter Zustand: Das bundesweite Förderprogramm zur Sportstättensanierung sieht kein Geld für das Graf-Adolf-Stadion in Fröndenberg vor.

Schlechter Zustand: Das bundesweite Förderprogramm zur Sportstättensanierung sieht kein Geld für das Graf-Adolf-Stadion in Fröndenberg vor.

Foto: Martina Dinslage

Fröndenberg.   Beim bundesweiten Förderprogramm zur Sportstättensanierung geht Fröndenberg leer aus. Die Stadt hatte sich mit dem Sportpark-Projekt beworben.

Der Sportpark Ruhr mit seinem Kernprojekt, der Sanierung des Graf Adolf-Stadions, geht bei dem bundesweiten Förderprogramm zur Sportstättensanierung leer aus. Diese Nachricht erreichte das Fröndenberger Rathaus am Freitagmorgen.

Am Mittwoch hatte der Haushaltsausschuss des Bundestages über das Förderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ entscheiden. Gut 1300 Projekte hatten sich für die insgesamt zu verteilenden 200 Millionen Euro beworben. Auf die Liste mit den schließlich 186 Maßnahmen, die grünes Licht aus Berlin bekamen, hat es Fröndenberg nicht geschafft.

Sportpark Ruhr elementar für die Zukunft

Was bedeutet das für das Projekt „Sportpark Ruhr“: Kann auch ohne Bundesgeld gebaut werden? Auf diese Frage war am Freitagvormittag bei der Stadt Fröndenberg noch keine Antwort zu bekommen. Erste Planungskosten sind bereits durch die Politik genehmigt worden. Die online einsehbaren Bewerbungsunterlagen der Stadt zeigen die umfangreichen Planungen des Geländes vom Fußballstadion in Westick über den Hindenburghain bis zum Himmelmannpark (wir berichteten).

Sportliche Angebote (etwa Fitnessgeräte, Skateranlage, Laufstrecken) für alle Generationen sind darin vorgesehen. Und als eines der Kernprojekte die Sanierung der Laufbahn wie auch der Errichtung eines Kunstrasenplatzes im Graf Adolf-Stadion. Fertigstellung soll im Sommer 2021 sein.

Der hier beheimatete SC Fröndenberg-Hohenheide sieht diese neue Spielfläche als elementar für die eigene Zukunft an. Mit einem Aschenplatz kann man mittlerweile kaum noch Spieler, allen voran den Nachwuchs, gewinnen.

Station gemacht

Das war auch Thema, als am Mittwoch und Donnerstag die Kommission des Sportausschusses hier Station machte (die Gruppe besichtigte an dem Tag alle Fußballplätze, Sporthallen und Lehrschimmbecken der Stadt, wie es alle zwei Jahre ansteht). Immer wieder ein Problem in dem Westicker Stadion: glitschiges Laub, das von den umstehenden Bäumen auf Laufbahn und Fußballplatz fällt.

Tage sind gezählt

Mittelfristig gezählt sind hingegen die Tages des Sportplatzes auf der Hohenheide. In der Politik wie auch beim Fusionsverein SC Fröndenberg-Hohenheide ist man im Moment geneigt, den Platz neben der Schützenhalle als Ausweichquartier zu nutzen, solange in Westick gebaut wird. Stark genutzt wird der Hohenheider Platz im Moment vor allem im Winterhaljahr von den Mannschaften des SV Bausenhagen, die auf ihrer Anlage auf der „Alm“ kein Flutlicht haben.

Im Sommer ist nur die Alte Herren-Mannschaft des SC hier oben vertreten. 2021 läuft zudem der Pachtvertrag des Sportlerheims mit den Umkleiden aus. Dann scheint auch das Schicksal des Platzes besiegelt. Das bestätigte SC-Vorstandsmitglied Uwe Keyk. Die Anzahl der Kicker in der Ruhrstadt benötigt in der Zukunft keine insgesamt Standorte mehr (in Bausenhagen gibt es zwei Rasenplätze). Der Sportausschussvorsitzende Oliver Funke wie auch Ausschussmitglied Helmut Krämer äußerten den Wunsch, stattdessen zumindest einen kleinen Teil des Platzes als Bolzplatz zu erhalten, vielleicht auch samt Spielplatz. Westlich angrenzend an den Platz ist ein Neubaugebiet geplant, eventuell auch auf dem jetzigen Sportplatzgelände. Noch stehen Gutachten über die Bodenqualität aus. Dort war früher eine Mülldeponie.

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