Infrastruktur

Kreuzung in Frömern soll sicherer werden

An der Kreuzung

An der Kreuzung

Foto: Archiv/ Tobias Schad

Frömern.   Zahlreiche schwere Verkehrsunfälle gab es bereits auf der Kreuzung Von-Steinen-Straße/ Mühlenweg/ In der Twiete. Mögliche Lösungen stehen bereit.

Frömern soll sicherer werden. Das zumindest hat sich die FWG auf die Fahnen geschrieben. Konkret geht es um Maßnahmen an der Kreuzung Von-Steinen-Straße/ Mühlenweg/ In der Twiete. Dort ist es in der Vergangenheit schon mehrfach zu schweren Verkehrsunfällen gekommen. Im Bauausschuss, der am Dienstag, 18. Juni, tagt, sollen mehrere mögliche Lösungsvorschläge diskutiert werden.

Der Überweg

Zunächst geht es um einen neuen Fußgängerüberweg an der Kreuzung. „Hinsichtlich des Fußgängerüberweges wurde von Seiten der Straßenverkehrsbehörde mitgeteilt, dass die Angelegenheit in der Vergangenheit schon mehrfach überprüft wurde“, heißt es in der entsprechenden Vorlage.

Auf der Von-Steinen-Straße gilt bereits Tempo-30. Aus den Richtlinien für die Anlage von Fußgängerüberwegen ergibt sich daraus, dass dieser aus einer Entfernung von 50 Metern aus zu sehen sein muss. In nördlicher Richtung könne dieser Abstand aber aus Sicht der Straßenverkehrsbehörde nicht eingehalten werden.

Der Schulverkehr

Ein weiterer Diskussionspunkt ist der Schulbusverkehr. Während Schüler, die die Fröndenberger Schulen besuchen, die Von-Steinen-Straße nicht queren müssen, falle dies hingegen für Kinder an, die in Unna zur Schule gehen. „Um eine barrierefreie Querung der Von-Steinen-Straße zu ermöglichen, kann eine Bordsteinabsenkung auf der östlichen Seite umgesetzt werden“, heißt es dazu. Die Verbreiterung der Gehwege im Bereich In der Twiete könne aus Platzgründen nicht realisiert werden.

Die Beschilderung

Vielfach wird aber auch die Beschilderung rund um den Kreuzungsbereich moniert. „Die kritisierte Beschilderung der Tempo-Zonen-30 für den Bereich Mühlenweg und In der Twiete entspricht der Straßenverkehrsordnung“, stellt die Verwaltung dazu fest.

Die Geschwindigkeit wurde zuletzt im Herbst 2018 gemessen. Damals sei die Verkehrstafel dort installiert worden. Die sogenannte V85-Messung hatte über einen Zeitraum von vier Wochen 52.476 Fahrzeuge erfasst. Im Schnitt waren die Fahrer mit 38 km/h unterwegs. Zeitgleich führte auch der Kreis Unna verdeckte Messungen durch. Bei 31.936 Fahrzeugen in beiden Fahrtrichtungen konnten die Beobachter einen Schnitt von 36,8 km/h feststellen. „Hinweise, die grobe Ungenauigkeiten der städtischen Messtafel und des Messsystems des Kreises Unna begründen könnten, liegen hier nicht vor“, teilt die Verwaltung mit. Eine erneute Messung vonseiten des Kreises ist nicht vorgesehen.

Die Piktogramme

Die letzte zu diskutierende Möglichkeit sind Hinweise auf der Fahrbahn. Piktogramme könnten aber weder von der Stadt, noch vom Kreis aufgebracht werden. Hierfür sei der Straßenbaulastträger – in diesem Fall der Landesbetrieb Straßen NRW – zuständig. Ein entsprechender Antrag ist an den Landesbetrieb weitergereicht worden.

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