Kettenschmiedemuseum

Künstler stehen Schlange für Ausstellung in Kettenschmiede

Ab Freitag stellen zwei Künstler ihre Werke wieder in der Fröndenberger Kettenschmiede aus.

Ab Freitag stellen zwei Künstler ihre Werke wieder in der Fröndenberger Kettenschmiede aus.

Foto: Martina Dinslage

Fröndenberg.   Mehrere Ausstellungen pro Jahr in der Kettenschmiede geplant. Organisatoren zeigen sich zufrieden vor der zehnten Vernissage im Himmelmannpark.

Es ist ein kleines Jubiläum, das das Kettenschmiedemuseum an diesem Wochenende feiern kann. Denn passend zum Frühlingsmarkt eröffnet die zehnte Ausstellung „Kunst an Ketten“. Und es soll nicht die letzte Ausstellung ihrer Art sein, erklärt Norbert Muczka vom Kettenschmiedemuseum.

Industrie und Farben

Regionale Künstler sollen die Möglichkeit erhalten, ihre Werke der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Drei bis vier Ausstellungen soll es künftig im Jahr geben, so Muczka. Nach mehreren Jahren Pause zwischen einzelnen Ausstellungen in der vergangenen Jahren soll nun ein stückweit Kontinuität einkehren. „Im Mittelpunkt steht der gegenseitige Austausch“, sagt Muczka. Dabei ziel er vor allem auf das Wechselspiel von Kunst und Industriekultur ab. Schwarz-Weiß-Bilder wirkten besonders gut zwischen Ketten und Schmiedefeuer, weil die Werke Maschinen und Co. in den Vordergrund stellten. Farbenprächtige Bilder hingegen lassen die historische Industrieanlage in den Hintergrund rücken. Das Wechselspiel sei für viele Künstler interessant.

Wenn am Freitag, 5. April, die Unnaer Sigrid Müller und die Holzwickederin Angelika Naujoks unter dem Titel „Menschen-Typen-Wege“ ihre Werke ausstellen, dann fügen auch sie sich wieder zwischen den Ketten ein. „Örtliche Künstler sollen ihre Bilder ein Wochenende lang ausstellen“, erklärt Muczka.

Und die scheinen bereits Schlange zu stehen, wie er sagt. Eine Vernissage ist jeweils im Juni, August und Oktober geplant. Dass die Vernissage dabei auch mit Frühlings- und Bauernmarkt verknüpft wird, kommt nicht von ungefähr. An diesen Tagen zieht es Tausende in die Ruhrstadt.

Höhepunkt mit Lüpertz

Den Höhepunkt der „Kunst an Ketten“ sei unstreitbar die Ausstellung von Markus Lüpertz 2006 gewesen. „Das hat uns bis in den Kulturteil der FAZ gebracht“, erinnert sich Muczka. Nach einer fast achtjährigen Pause war es 2015 die Gesamtschule Fröndenberg, die den Kunstgedanken in der Kettenschmiede wieder aufleben ließ. Ein Fröndenberger Kunst-Talent, Niclas Grieser, der damals zu den Schülern der GSF gehörte, präsentierte seine Zeichnungen inzwischen mehrfach in der Rathausgalerie und der Kettenschmiede. Grieser wandelt inzwischen auf den Spuren Patrick Lemkes, der unter anderem für die Neugestaltung der Rathausfassade verantwortlich war.

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