Amtsgericht

Nach Rewe-Brand: Ex-Angestellter muss Sozialstunden leisten

So sah es am 27. Dezember 2018 am Getränkemarkt von Rewe-Bielemeier in Langschede aus. Ein Feuer hat dort einen Schaden in Höhe von 10.000 Euro verursacht, weil ein ehemaliger Mitarbeiter seine Zigarette unachtsam weggeworfen hatte. Am Montag wurde das Verfahren gegen ihn eingestellt.

So sah es am 27. Dezember 2018 am Getränkemarkt von Rewe-Bielemeier in Langschede aus. Ein Feuer hat dort einen Schaden in Höhe von 10.000 Euro verursacht, weil ein ehemaliger Mitarbeiter seine Zigarette unachtsam weggeworfen hatte. Am Montag wurde das Verfahren gegen ihn eingestellt.

Foto: Tobias Schürmann (Archiv)

Fröndenberg/Unna.   Im Dezember brannte der Getränkemarkt am Rewe in Langschede. Jetzt musste sich ein ehemaliger Angestellter vor dem Amtsgericht verantworten.

Das Amtsgericht Unna hat einen 20-Jährigen zu 60 Sozialstunden verurteilt. Der Fröndenberger hat gestanden, für den Brand im Getränkemarkt vom Rewe an der Hauptstraße in Langschede verantwortlich zu sein.

Rückblick: Am 27. Dezember des vergangenen Jahres brach im Dach des Getränkemarktes an der Hauptstraße gegen 17 Uhr ein Feuer aus. Dunkle Rauchschwaden standen über Langschede, verletzt wurde niemand.

Rewe-Brand: Ex-Mitarbeiter hatte Zigarette weggeworfen

Vor Gericht stand am Montag ein 20-jähriger ehemaliger Mitarbeiter des Getränkemarktes. Der Vorwurf: fahrlässige Brandstiftung. „Ich hab’ hinter dem Gebäude an der typischen Stelle geraucht“, sagte der Angeklagte.

Wie die Staatsanwältin beschrieb, habe der Fröndenberger den Zigarettenstummel vor einen Zaun geschnipst. Von dort war er abgeprallt und auf einem Haufen Leergut gelandet. „Ich habe nicht gesehen, dass die Kippe dort hinfiel, wo Brandgefahr bestand“, sagte der 20-Jährige.

Chef wollte Vertrag verlängern – der lehnte ab

Richter Christian Johann fragte den Angeklagten: „Dass Sie nicht einfach so Zigaretten nach links und rechts schnippen können, wissen Sie?“ Der bejahte. Sein Arbeitsvertrag im Getränkemarkt lief noch bis Ende März. „Mein Chef wollte mich danach sogar verlängern“, erzählte der Angeklagte, „aber mir war das zu unangenehm“.

Die Staatsanwältin plädierte darauf, das Verfahren gegen eine Auflage von Sozialstunden einzustellen. „Vielleicht finden wir ja etwas, was zu Ihrem Studium passt“, sagte sie. Der Fröndenberger möchte ab Oktober auf Lehramt studieren.

Das Urteil, das Christian Johann fällte, sieht 60 Sozialstunden vor, die der 20-Jährige innerhalb von zwei Monaten ableisten muss.

10.000 Euro Sachschaden am Getränkemarkt

90 Einsatzkräfte waren im Dezember zur Brandstelle ausgerückt. Zum Zeitpunkt des Feuers befanden sich noch zwei Personen in den Räumlichkeiten, die wenige Meter vom Hauptgebäude des Marktes an der Hauptstraße gelegen sind. Stück für Stück deckten die Einsatzkräfte das Dach des Gebäudes ab, der Schaden wurde auf rund 10.000 Euro beziffert.

Unter dem Abdach des Getränkemarktes hatten leere Getränkekisten und Propangasflaschen gelagert, die im Markt ebenso verkauft werden. Auch aufgrund der Explosionsgefahr hatte die Feuerwehr zunächst mehr Einsatzkräfte nach Langschede berufen. Die Hauptstraße und die direkt angrenzende Bahnlinie waren etwa zwei Stunden lang aufgrund der Rauchentwicklung gesperrt.

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