Gedenken

Neue Stolpersteine sind verlegt

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Fröndenberg. Im Gedenken an die jüdischen Holocaust-Opfer aus Fröndenberg sind sieben weitere Stolpersteine verlegt worden. Alle Steine wurden bisher mit Spenden von Privatpersonen und Spendenmittel der ev. Kirchengemeinde, Kollekten und Spenden der Parteien finanziert.

Am Kirchplatz 4 vor dem ehemaligen Standort ihres Hauses wurden für Familie Eichengrün 6 Steine verlegt: Ehepaar Isaak und Martha Eichengrün, deren Kinder Ilse, Ludwig und Mirjam sowie den Bruder von Isaak, Jacob Eichengrün. Martha wurde in einem ostpolnischen Vernichtungslager Sommer 1942 ermordet; Ilse gelangte als 16jährige 1934 mit einem Kinder- und Jugendtransport nach Palästina, ihre Stiefschwester Mirjam 1938 als 15jährige. Ludwig kam 1939 in Oberschlesien ums Leben, nachdem er kurzzeitig Häftling des KZ Sachsenhausen gewesen war. Jacob verstarb 1943 im Ghetto Theresienstadt, Isaak an den Folgen von Verletzungen in der Pogromnacht 1938 im Jahr 1940 in Düsseldorf.

An der Ruhrstraße liegt seit Dienstagein Stolperstein für Bertha Neufeld, geb. Vyth, Ehefrau von Hermann Neufeld. Bertha verstarb 1943 im 72. Lebensjahr im Ghetto Theresienstadt.

Mit den bisher 2007 und 2008 gesetzten 19 Steinen (Familien Neufeld, Cohen, Bernstein) sind damit jetzt 26 Steine im Stadtgebiet gesetzt.

2010 und 2011 werden noch Steine verlegt werden für die Familien Rosenthal und Richeimer und für etwa drei bis vier Einzelpersonen im gesamten Stadtgebiet. Etwa zehn Steine sind noch zu verlegen.

Alle Steine wurden bisher mit Spenden von Privatpersonen und Spendenmittel der ev. Kirchengemeinde, Kollekten und Spenden der Parteien finanziert. Ein Stein kostet mit Verlegung 95,- Euro.

In über 430 Kommunen hat Gunter Demnig bisher (Sommer 2009) mehr als 20.000 Stolpersteine verlegt.

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