Kirche

Paul Mandelkow übernimmt Fröndenberger Pastoralverbund

Unruhige Zeiten für die St.-Marien-Gemeinde Fröndenberg: Der Unnaer Dechant Paul Mandelkow übernimmt die kommissarische Leitung des Pastoralverbundes.

Unruhige Zeiten für die St.-Marien-Gemeinde Fröndenberg: Der Unnaer Dechant Paul Mandelkow übernimmt die kommissarische Leitung des Pastoralverbundes.

Foto: Archiv/ Martina Dinslage

Fröndenberg.  Der St.-Marien-Gemeinde Fröndenberg stehen unruhige Zeiten bevor. Dechant Paul Mandelkow übernimmt. Er ist kein Unbekannter in der Ruhrstadt.

Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat des Pastoralverbundes Fröndenbergs äußern in einer gemeinsamen Stellungnahme Verständnis für den Rücktritt von Pfarrer Norbert Wohlgemuth.

Gleichzeitig wird ein Diskussionsvormittag zur Zukunft der Pfarrgemeinde angekündigt.

Veränderungen notwendig

„Der Kirchenvorstand und der Pfarrgemeinderat dürfen mit Dank auf zweieinhalb Jahre guter Zusammenarbeit zurückblicken“, heißt es. Wohlgemuth habe den Pastoralverbund geprägt, seinen Schritt, sein Priesteramt niederzulegen, respektiere und bedauere man gleichermaßen. Fröndenbergs früherer Pfarrer hatte in einer Stellungnahme seine Beweggründe für seinen Rückzug dargestellt und vor allem die Strukturen in der katholischen Kirche sowie das Zölibat als nicht mehr zeitgemäß kritisiert.

Nun aber will man in Fröndenberg in die Zukunft blicken. Und die wird Wohlgemuths Vorgänger Paul Mandelkow mitgestalten. Der Dechant aus Unna wird den Pastoralverbund kommissarisch leiten, bis mit Unna und Holzwickede zusammen der Pastorale Raum eingeführt wird. „Wir sind sehr dankbar, dass Dechant Paul Mandelkow, mit dem wir in Fröndenberg sehr vertraut sind, die Aufgabe der leitenden Pfarrers übernommen hat“, teilt der Kirchenvorstand mit. Mit ihm solle es gelingen, die anstehenden Veränderungen zu gestalten. Aber auch alle Gemeindemitglieder im Pastoralverbund sind aufgefordert, die Zukunft gemeinsam zu bestreiten.

In diesem Zuge sollten alle Gemeindemitglieder an einem Strang ziehen. Daher ist auch eine Gemeindeversammlung im Pfarrzentrum St. Marien geplant, um die Veränderungen und notwendigen Schritte nach dem Rücktritt Norbert Wohlgemuths auf den Weg zu bringen. Der Samstag, 24. August, 9.30 bis 12.30 Uhr, solle genügend „Zeit und Raum bieten, die aktuelle Situation zu diskutieren“. Gleichzeitig will der Kirchenvorstand aber auch Themen sammeln, wie der Übergang zum Pastoralen Raum reibungsloser gelingen kann. Die Idee bisher: „Aus unserer Sicht wäre es weiterhin gut und richtig, wenn vor Beginn des Zusammenwachsens der Patoralverbünde Fröndenberg/Holzwickede/Unna eine Gemeindeberatung für Fröndenberg stattfinden würde.

Hier sollen die Themen aus der Gemeindeversammlung aufgearbeitet werden“, erklärt der Kirchenvorstand. Wie dieses Beratungsangebot konkret aussehen soll, steht noch nicht fest. Vorstellbar seien Versammlungen, Workshops und neue Formen der Forenarbeit, um gemeinsam ins Gespräch zu kommen.

Impulse aus den Ortsteilen

Ein Schlag war der Rücktritt Wohlgemuths vor allem für das Seelsorgeteam. Denn zeitgleich verabschiedete sich Georg Toborek (WP berichtete). Doch auch hier will man rechtzeitig die Weichen stellen. „Unser hauptamtliches Seelsorgeteam wird im jetzt beginnenden Prozess seinen bekannt engagierten und wichtigen Beitrag leisten, unterstützt vom Seelsorgeteam des zukünftigen Pastoralen Raumes.“ Gleichwohl seien alle Gemeindemitglieder gefragt, ihre Ideen und Fähigkeiten mit einzubringen.

In der Ruhrstadt ist den Beteiligten nun daran gelegen, Optimismus zu verbreiten. „Wir sind überzeugt, dass wir in allen Ortsteilen von Fröndenberg viel Kraft und Ideen für die gute Weiterentwicklung der katholischen Kirche in Fröndenberg haben“, erklärt der Kirchenvorstand.

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