KIRCHE

Pfarrer Rudolph in Fröndenberg eingeführt

Amtseinführung von Pfarrer Jörg Rudolph (links) in der Stiftskirche, Fröndenberg

Foto: Martina Dinslage

Amtseinführung von Pfarrer Jörg Rudolph (links) in der Stiftskirche, Fröndenberg Foto: Martina Dinslage

Fröndenberg.   Pfarrer Jörg Rudolph ist in Fröndenbergs Stiftskirche ins Amt eingeführt worden. Warum der Gottesdienst so feierlich war.

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Mit einem feierlichen Gottesdienst wurde am Sonntagvormittag Pfarrer Jörg Rudolph im Jahr des Reformationsjubiläums offiziell in sein Amt als Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Fröndenberg-Bausenhagen eingeführt. Viele Gemeindemitglieder waren gekommen, und die Stiftskirche war fast bis zum letzten Platz gefüllt. Für eine festliche Stimmung hatte Küsterin Vinka Heuser mit vielen Kerzen gesorgt, die wie ein Spalier den Mittelgang der Kirche säumten, als Superintendent Hans Martin Böcker vom evangelischen Kirchenkreis Unna, die Pfarrerinnen und Pfarrer und das Presbyterium zu Beginn des Gottesdienstes unter Glockengeläut in die Kirche einzogen.

Die Botschaft der Bibel

Mit Hilfe des Matthäus-Evangeliums 28.19 beschrieb Superintendent Hans Martin Böcker in seiner Ansprache die Aufgaben eines Pfarrers: „Darum gehet hin und lehret alle Völker: taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ Diese Missionsaufgabe hatte Jesus gegenüber seinen Jüngern in Galiläa definiert.

Der Bodenständige

Seine Wurzeln habe Jörg Rudolph in Lünen. Schon während seiner Schulzeit in Waltrop sei in ihm der Wunsch entstanden Theologie zu studieren. Näher kennen gelernt habe er Jörg Rudolph bei einem Unterrichtsbesuch an der Gesamtschule in Lünen und habe dort dessen Unterrichtsleistungen zu schätzen gewusst. Seine Bodenständigkeit zeichne ihn aus. Über den Kirchenkreis Hamm habe ihn der Weg nun nach Fröndenberg geführt. Der Superintendent schloss seine Einführungsansprache mit den Worten: „Gott halte seine schützende Hand über Sie.“

Die Amtseinführung

Nach dem gemeinsam mit der Gemeinde gesprochenen Glaubensbekenntnis erklang durch die Kantorei das Lied: „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, von welchen mir Hilfe kommt.“

So vorbereitet folgten die Einführungsfragen, die Hans Martin Böcker dem neuen Gemeindepfarrer und dem Presbyterium stellte. „Bist du bereit den Dienst an der Gemeinde zu übernehmen?“ wandte er sich an Jörg Rudolph. „Seit Ihr bereit Jörg Rudolph als Pfarrer anzunehmen?“, fragte er das Presbyterium. Nach dem beiderseitigen deutlichen „Ja“ bekräftigte Hans Martin Böcker die Position des neuen Pfarrers mit den Worten „Du treuer Gott und Vater hast dieser Gemeinde einen neuen Pfarrer gegeben.“

Durch das Handauflegen erteilte er Jörg Rudolph den Segen. Ihm folgten die Pfarrerinnen Runa Ahl und Kristin Zimmermann. Auch die Presbyteriumsmitglieder traten nach vorne, sprachen Gebete oder formulierten Wünsche für die Zukunft.

Schmerzhafte Erfahrungen

In seiner ersten Predigt als neuer Gemeindepfarrer betonte Rudolph zunächst, dass die evangelischen Christen in diesem Jahr nicht Martin Luther als Person, sondern die Reformation feierten. „Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert“, zitierte er dann aus dem Matthäus-Evangelium und verdeutlichte so die Zwiespältigkeit im Glauben. „Des Herrn Schwert ist sein Kreuz. Er durchkreuzt alles mit der Kraft der Liebe.“ Schmerzhafte Erfahrungen gebe es in jedem Leben. „Keiner ist hier ohne Narben“, niemand könne sein Leben erhalten.

Treffpunkt Gemeindezentrum

Mit dem Lied „Höre Israel“ und Klängen des Posaunenchores und der Orgel endete der Gottesdienst mit dem Auszug der Pfarrerinnen und Pfarrer.

Anschließend gab es noch Gelegenheit, sich im Gemeindezentrum zu treffen. Presbyterin Annelie Richwin-Krause hatte zu Beginn des Gottesdienstes nach den Abkündigungen die Besucher dorthin eingeladen.

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