Fröndenberg.

Reiterhof-Chef will Tourismus-Deal

Fröndenberg.   Dr. Karl-Heinrich Sümmermann hat genau nachgerechnet. Auf jedes Golfloch in Fröndenberg kommen 445 Einwohner, auf jedes Reitpferd sogar nur 20 Einwohner. „Das ist mehr als in Warendorf.“ Der Inhaber von Hof Sümmermann sieht nicht nur im Vergleich mit dem münsterländischen Pferdemekka ein enormes Potenzial im Freizeitbereich. Er wolle Kräfte bündeln. Es gibt schon einige Vorschläge. Und Sümmermann will nicht lockerlassen, an der Umsetzung zu arbeiten.

Dr. Karl-Heinrich Sümmermann hat genau nachgerechnet. Auf jedes Golfloch in Fröndenberg kommen 445 Einwohner, auf jedes Reitpferd sogar nur 20 Einwohner. „Das ist mehr als in Warendorf.“ Der Inhaber von Hof Sümmermann sieht nicht nur im Vergleich mit dem münsterländischen Pferdemekka ein enormes Potenzial im Freizeitbereich. Er wolle Kräfte bündeln. Es gibt schon einige Vorschläge. Und Sümmermann will nicht lockerlassen, an der Umsetzung zu arbeiten.

„An der Ruhr sind die Wehre so gebaut, dass man mit dem Kanu kaum hinüberkommt“, sagt Sümmermann. Dabei gebe es ein starkes Interesse an der Nutzung des Flusses. Sümmermann schlägt vor, gemeinsam mit anderen Städten den Fluss für Touren besser nutzbar zu machen. Weiter flussaufwärts und weiter flussabwärts funktioniert das schon.

Alle auf Hof eingeladen

Sümmermann hatte die Verantwortlichen auf seinen Hof eingeladen. Darunter Chefs von Hotels, Gastronomie, Golf- , Reit-, Radfahr- und Kanusport, Vertreter des Kettenschmiedemuseums, des Bismarckturms, des sauerländischen Gebirgsvereins, des Kunstvereins und „zahlreiche führende Repräsentanten der Politik“. Sümmermann sieht es schon als großen Erfolg, die Vertreter an einen Tisch geholt zu haben. Man glaube es ja nicht: „Ganz viele Menschen sind sich zum ersten Mal begegnet. Darauf würde man erstmal gar nicht kommen.“

Stiftskirchen-Areal ist Thema

Die Stadtverwaltung unterstützt die Initiative. „Tourismus ist Standortmarketing und damit für die Entwicklung der Stadt Fröndenberg von enorm großer Bedeutung“, erklärte Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe. Beim ersten Treffen wurden acht Arbeitsgruppen gebildet. Jede soll sich um einen bestimmten Schwerpunkt kümmern. Sümmermann kündigt an, dass er Areal um die Stiftskirche zum Leben erwecken will, „weil sie eine besondere Bedeutung hat.“ Gleichzeitig solle nicht nur die Innenstadt in der Tourismusplanung eine Rolle spielen.

Der 67-Jährige mit dem prominenten Namen war bislang in seiner Heimatstadt selbst kaum öffentlich in Erscheinung getreten. Als Stiftungsvorsitzender der Westfaleninitiative kümmert er sich häufig um Projekte, die dem Stiftungsmotto entsprechend „Westfälische Identität schärfen und Eigeninitiative stärken“. Seine Heimatstadt passe da sogar genau ins Konzept: „Aus Sicht der Westfalen-Initiative ist das ein Musterbeispiel“, sagt Sümmermann.

Er regt an auch Mobilität viel mehr zu verknüpfen: „Da könnten ganz viele Beteiligte viel enger zusammenarbeiten.“ Der Netzwerker denkt an Radler, Reiter, E-Bike-Nutzer und Kanuten.

Kulturberater begleitet Projekt

Sümmermann hat Kulturberater Reinhart Richter aus Osnabrück als Projektbegleiter herangeholt. „Wir haben ein wahnsinniges Potenzial“, sagt Sümmermann. „Ich betrachte mit großer Sorge den demografischen Wandel.“ Der Hof-Eigentümer zeigt sich sicher: Fröndenberg müsse sich mit neuen Ideen darauf vorbereiten.

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