Schule

Sanierung der Fröndenberger Gesamtschule dauert bis 2027

Ole Strathoff (links), Sabine Bensmann-Wagner (alle Stadt Fröndenberg) und Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe im Multifunktionsraum des neuen Jahrgangsclusters.

Ole Strathoff (links), Sabine Bensmann-Wagner (alle Stadt Fröndenberg) und Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe im Multifunktionsraum des neuen Jahrgangsclusters.

Foto: Alexander Lück

Fröndenberg.  Die Gesamtschul-Sanierung in Fröndenberg kann nicht schneller gestemmt werden. Die Arbeiten werden sich noch bis 2027 hinziehen.

Die Sanierung der Gesamtschule bleibt im vorgesehenen Zeitplan, wird also planmäßig bis 2027 laufen. Der SPD-Antrag auf eine deutliche Verkürzung der Bauzeit hatte schließlich im Schulausschuss und Stadtrat keinen Erfolg. Auch, weil die Stadtverwaltung schon vorher deutlich gemacht hatte, dass sie eine Komprimierung der Bauarbeiten nicht stemmen könne. Ziel ist aber nun zumindest eine Flexibilisierung, um einzelne Teile doch vielleicht schon früher als geplant vollenden zu können. Spürbar wird das zum Beispiel im Trakt der Naturwissenschaften.

GSF-Schulleiter Klaus de Vries hatte in der Sitzung des städtischen Schulausschusses überraschend noch eine Tischvorlage mitgebracht sowie einen Brief der Elternpflegschaft. In diesem wurde eine Verkürzung der Sanierungsarbeiten angemahnt. Man befürchte nämlich eine sinkende Attraktivität der Schule und daraus folgend niedrigere Anmeldezahlen, sollten sich die Arbeiten noch wie geplant bis 2027 hinziehen. Ein Antrag der SPD-Fraktion hatte aufgelistet, wie man schon bis Ende 2024, also drei Jahre früher, fertig sein könne. Das hatte die Stadtverwaltung in ihrer Einschätzung als nicht realistisch bewertet.

Der Beigeordnete Günter Freck wiederholte das auch im Schulausschuss: „Mit unserem vorhandenen Personal ist das nicht leistbar.“ Außerdem müsse man mit einer deutlichen Kostensteigerung rechnen. Die vorliegende Planung, die alle Sanierungsschritte bis 2027 genau terminiert hatte, verteidigte er als qualitativ sehr hochwertige Arbeit, der man nun mit einem entsprechenden Beschluss endlich die Sicherheit geben solle, dass sie auch genauso umgesetzt werden kann.

Aktuell entsteht mit Beginn eines jeden neuen Schuljahres ein Cluster mit Klassenräumen, Lehrerzimmer, Aufenthaltsbereich etc. für einen kompletten Jahrgang (zuletzt für den neuen 5. Jahrgang). Die Bauarbeiten dafür beginnen immer im Frühling. Klaus de Vries schlug nun vor, für die Zwischenzeit – also Herbst und Winter – die anderen Bauarbeiten der sogenannten Phase 0 zu terminieren.

Das sind die Arbeiten an Bereichen außerhalb der Jahrgangscluster, Musik- und Technikräume, Sporthalle, Teestube, Bibliothek. Die Schüler waren an diesen Planungen selber beteiligt. „Und für die sehe ich es schon als Problem, wenn die Phase 0 nun erst so spät kommt“, sagte de Vries. Viele würden also vom Ergebnis gar nichts mehr mitbekommen. Der Schulleiter hatte außerdem vorgetragen, Bauarbeiten im Randbereichen würden den allgemeinen Ablauf kaum stören.

Viele parallele Baustellen „nicht zu machen“

Dem widersprach die Architektin der Stadt, Sabine Bensmann-Wagner. „Das hört sich so einfach an. Ich sehe aber viele parallele Baustellen kritisch. Das ist nicht zu machen.“ Sie verwies etwa darauf, dass wahrscheinlich an allen Stellen, wo etwas abgerissen wird, auch noch Asbest auftreten wird, der beseitigt werden muss. Während weitere Ausschussmitglieder anregten, die Verwaltung solle diese neuen Vorschläge in Ruhe abwägen, drängte das Rathaus selber mehr zu einer Entscheidung. Nur einen Tag nach dem Schulausschuss tagte der Stadtrat, der den endgültigen Beschluss fassen sollte.

Einzelne Cluster tauschbar

Günter Freck erinnerte daran, dass in Absprache mit der Schulleitung der Tausch einzelner Jahrgangscluster im Zeitplan der Sanierung möglich sei, wenn das für den Schulbetrieb von Vorteil sei. Gerd Greczka (CDU) schlug schließlich eine Kompromisslösung vor, welche die Beschlussvorlage der Verwaltung lediglich um wenige Worte ergänzte und den dort vorgesehenen Zeitplan nun „als Rahmenplanung“ festschreibe. Bei dem nach Möglichkeit auch einzelne Teilbereiche der GSF-Sanierung doch noch deutlich früher fertiggestellt werden können, wenn es möglich ist. Und so lautete dann auch der einstimmige Beschluss des Rates.

Trakt für die Naturwissenschaften

Besonders wichtig war Klaus de Vries der Trakt für die Naturwissenschaften. Gerade auch aus diesen ziehe die GSF ihren guten Ruf. Die Arbeiten hier sind erst für 2027 angesetzt, die Fachplanung dafür für 2022. Zumindest letzteres sollte man schon früher angehen, fordert de Vries, nämlich im nächsten Jahr. Und zumindest diesem Wunsch kam der Stadtrat mit seinem Beschluss dann auch nach. Eine Fertigstellung der neu runderneuerten Gesamtschule schon bis 2024 aber ist vom Tisch.

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