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Schlammmassen in Langschede: FWG fordert Nachbesserungen

Dicke Äste und Gestrüpp: von dem Entwässerungsgraben entlang des Schürenfeldes ist nicht mehr viel zu sehen.

Dicke Äste und Gestrüpp: von dem Entwässerungsgraben entlang des Schürenfeldes ist nicht mehr viel zu sehen.

Foto: Tobias Schürmann

Langschede.  Kaum regnet es, rollt der Schlamm die B233 in Langschede hinunter. Dafür verantwortlich soll Straßen NRW sein. Doch die wissen von nichts.

Die Überreste der Schlammmassen, die sich kürzlich die B 233 in Langschede herunterschoben, sind noch immer zu erkennen. Grund dafür ist ein vollkommen verstopfter Entwässerungskanal entlang des Schürenfeldes. Der Landesbetrieb Straßen NRW will nun reagieren.

Starkregen Folge des Klimawandels

Eigentlich geht es der FWG in ihrem Antrag um der unsägliche Straßenzustand nach Starkregenereignissen. Das habe sich erst kürzlich wieder bemerkbar gemacht, als sich nach mehreren Stunden starken Niederschlags Schlammmassen vom Schürenfeld bis hinunter zum Sportplatz des SV Langschede geschoben haben. „Wie bereits seit Monaten in der Öffentlichkeit diskutiert und in der letzten Ratssitzung festgestellt, ist der Klimawandel auch in Fröndenberg angekommen. Es werden jedoch nicht nur die Trockenperioden länger, auch die Starkregenereignisse nehmen erheblich zu“, schreibt Fraktionschef Matthias Büscher in seinem Antrag an die Verwaltung.

Wie zuletzt in Ostbüren komme es auch im Westen der Ruhrstadt vermehrt zu Schäden und Verschmutzungen auf den Straßen sowie vollgelaufenen Kellern. Dramatisch stelle sich die Lage daher auch im Totenweg in Dellwig sowie in der Unnaer Straße kurz vor dem Platz des SV Langschede. „Die braune Suppe fließt über den Gehweg bis ins Dorf hinunter“, erklärt Büscher vor Ort.

Familien allein gelassen

Ein Blick in den nahe gelegenen Entwässerungsgraben des Schürenfelds macht deutlich, wo das Problem liegt. Der Graben ist fast vollständig verstopft, ein Ablaufen des Wassers unmöglich. Dafür verantwortlich sein soll der Landesbetrieb Straßen NRW, der den Graben nach mehreren Grünschnitten nicht ordnungsgemäß freigeräumt habe, so Büscher. FWG-Ratsherr Peter Radzko macht die Zustände entlang der B 233 – gerade im Bereich der Brücke über die Eisenbahnlinie – noch ein wenig deutlicher: „Wenn die Büsche weiter wachsen, muss man auf die Straße ausweichen.“

Bei einer Versammlung kurz nach dem Starkregen im Restaurant Il Ponte habe ein Rollstuhlfahrer zudem beide Ärmel voll mit Schlamm besudelt gehabt. Das alles sind Zustände, die für die FWG im Westen inzwischen untragbar geworden sind. „Die Bürger mit den Schäden und Aufräumarbeiten alleine zu lassen, ist sicherlich keine Option für die Zukunft. Über eine zeitnahe Reinigung würden sich die betroffenen Bürger in diesem Zusammenhang also sicherlich freuen“, so der Tenor der FWG.

Landesbetrieb will reagieren

Beim Landesbetrieb will man der Sache nach WP-Anfrage auf den Grund gehen und den Graben zunächst einmal sichten und überwachen, teilt Frank Hoffmann mit.

Sollte sich Handlungsbedarf ergeben, wolle man auch tätig werden. Grundsätzlich könne sich Hoffmann nicht vorstellen, dass Mitarbeiter der Straßenmeisterei Grünschnitt einfach liegen lassen: „Entwässerungsgräben schütten wir nicht zu“, sagt er.

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