Sicherheit

Sirenen heulen: Donnerstag Warnung auch direkt aufs Handy

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Die Töne im Überblick.

Die Töne im Überblick.

Foto: WP

Fröndenberg/Menden.  Am Donnerstag, 8. Dezember, ist bundesweiter Warntag. Es gibt eine Neuerung: Erstmalig werden Warnungen auch an Handys verschickt. So geht es.

Jedes Jahr testet der Bund die Alarmsysteme am bundesweiten Warntag. In diesem Jahr findet er am Donnerstag, 8. Dezember, statt. Ab 11 Uhr aktiviert die Rettungsleitstelle die rund 170 Sirenen im Kreis Unna. Es gibt zudem eine Warnmeldung über die Warn-App NINA. Erstmalig wird die Probewarnmeldung auch über „Cell Broadcast“ verschickt und erreicht so viele Handys in Deutschland direkt.

Warnung über Mobilfunknetz übermittelt

„Cell Broadcast ist eine über die Mobilfunknetze übermittelte Warnmeldung“, erklärt Oliver Kortmann aus der Rettungsleitstelle. „Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz schickt dabei in Zusammenarbeit mit den Mobilfunknetzbetreibern eine Warnnachricht an alle empfangsbereiten Handys in Deutschland.“

Mit keinem anderen Warnmittel können gleichzeitig mehr Menschen erreicht werden. Damit möglichst viele Bürgerinnen und Bürger die Nachricht erhalten, sind die Bevölkerungsschützer auf die Mithilfe der Bürger angewiesen. Unter bbk-bund.de sind Informationen zu finden, ob das eigene Mobilfunkgerät über „Cell Broadcast“ übermittelte Warnnachrichten empfangen kann. Erst nach erfolgreichem Test am bundesweiten Warntag wird mit Aufnahme des regulären Betriebs im Februar 2023 „Cell Broadcast“ als neuer Warnkanal richtig aktiv. Ab dann können Warnmeldungen direkt an Handys in Deutschland versendet werden.

Warnungen auch weiterhin klassisch über Sirenen

Auch wenn die neue Technologie vermutlich sehr viele Menschen erreichen wird, gilt generell weiterhin: Warnmeldungen werden über viele verschiedene Warnmittel und Wege verbreitet. Neben dem neuen Warnkanal „Cell Broadcast“ wird über Warn-Apps wie NINA und KAT-Warn, Radio und Fernsehen, Social Media, Internetseiten, digitale Stadtanzeigetafeln und Sirenen gewarnt. „Was die Bürger an diesem Tag nicht tun sollten, ist in der Rettungsleitstelle anzurufen, um zu erfragen, was gerade los ist“, so Kortmann. „Der Notruf ist für Notfälle.“ Daher ausdrücklich: Es handelt sich um eine Probewarnmeldung, die an diesem Tag verschickt wird.

Durch die Rettungsleitstelle werden am Donnerstag um 11 Uhr rund 170 Sirenen im gesamten Kreisgebiet alarmiert. Je nach Ausbaustufe des Sirenennetzes werden aber nicht überall im Kreisgebiet die Sirenen zu hören sein – im ländlichen Bereich etwa kann es sein, dass Sirenen nicht zu hören sind. Deshalb ist wichtig, dass auch alternative Warnmittel zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen zum Warntag unter www.warnung-der-bevoelkerung.de

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