Jubiläum

SPD Fröndenberg feiert 100-Jähriges: „Ohne uns geht nichts“

Die SPD Fröndenberg feiert ihren 100. Geburtstag am Samstag mit Festakt und Familienfest.

Die SPD Fröndenberg feiert ihren 100. Geburtstag am Samstag mit Festakt und Familienfest.

Foto: Arne Poll / WP

Fröndenberg.  Die SPD Fröndenberg feiert 100-Jähriges. Kurt Potthoff, Vorsitzender OV Mitte, im Interview: Jubiläum gibt Rückhalt für Kommunalwahl 2020.

Das exakte Gründungsdatum lässt sich einfach nicht mehr ermitteln. Fest steht aber: Die SPD Fröndenberg feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. „Wir haben schon versucht, zum 90-Jährigen das Datum fest zu machen. Aber es lässt sich nicht auf den Tag bestimmen“, sagt Kurt Potthoff, seit 2015 Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Mitte.

Jetzt aber wird das Jubiläum gefeiert, und zwar am Samstag, 24. August – mit Festredner Michael Groschek in der Kulturschmiede und einem Familienfest im Forum. Kurt Potthoff blickt im Gespräch mit der WP auf die Bedeutung des Jubiläums für die Fröndenberger Sozialdemokraten, aber auch in Vergangenheit und Zukunft.

Was bedeutet das 100-jährige Jubiläum für die Fröndenberger SPD?

Kurt Potthoff Das Jubiläum gibt uns auf jeden Fall Rückhalt für 2020, das Jahr der Kommunalwahl. Gegen den Trend hat sich der Ortsverein Mitte vergrößert. 2019 können wir bereits fünf neue Mitglieder verzeichnen, das ist für einen Ortsverein eine ganze Menge. Unter ihnen sind zwei ganz junge Leute und drei etwas ältere. Sie alle wollen sich auch aktiv einbringen. Wir haben aber auch viele Mitglieder im Ortsverein, die schon über 50 Jahre dabei sind, unter ihnen Willi Demmer, der ja in Fröndenberg eine Institution ist – und übrigens der einzige Ehrenvorsitzende des Ortsvereins. 100 Jahre – das stärkt auch unser Selbstbewusstsein. Ohne uns geht eigentlich nichts in Fröndenberg.

Wie sieht es generell mit dem politischen Nachwuchs aus?

Wir sind froh, dass die Jusos in Fröndenberg so groß und aktiv geworden sind. Mit Sebastian Kratzel, Vorsitzender des Ortsvereins Frömern/Ostbüren/Palz, Ratsmitglied Taner Cegit und Geschäftsführer Julian Koch haben wir drei gestandene Juso-Mitglieder. Svenja Müller ist stellvertretende Vorsitzende. 2020 haben wir Kommunalwahl, da wird es schwer genug, Kandidaten für die Nachbesetzungen zu finden. Aber wir sind ganz gut aufgestellt und hoffen, dass die jungen Leute bleiben. Ich rechne ihnen ihr Engagement hoch an!

Wenn Sie zurückschauen, auf was kann die SPD in Fröndenberg denn in letzter Zeit besonders stolz sein?

Stolz sind wir auf unsere funktionierende Schullandschaft. Dabei geht es ja nicht nur um den Erhalt, sondern auch um Umbau, beispielsweise der Gesamtschule. Dort ist das erste Cluster mittlerweile ja abgeschlossen. Auch die Innenstadt wird nach der Umgestaltung ein Prunkstück werden, wenn sie fertig ist. Im nächsten Jahr wird mit dem Marktplatz begonnen. Ich finde, dass die Politik in Fröndenberg noch ein bisschen anders tickt. Wir bringen in Rat und Ausschüssen mit den anderen Fraktionen viel gemeinsam auf den Weg. Ich leite zurzeit den Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt und sehe dort, wie viele einstimmige Beschlüsse wir fassen. Natürlich debattieren wir und streiten uns, aber am Ende des Tages einigen wir uns. In der Sache können wir in Fröndenberg stolz auf uns sein, und wir als SPD tragen einen guten Teil dazu bei, dass das so ist.

Was sehen Sie für und in Fröndenberg, wenn Sie in die Zukunft blicken?

Die Umgestaltung der Innenstadt und der Umbau des Graf-Adolf-Sportplatzes zu einem Sportpark sind bereits auf einem guten Weg. Das nächste dicke Brett, das wir bohren müssen, ist das Gewerbegebiet Schürenfeld, denn das bedeutet auch den Zuzug junger Familien. Eine große Aufgabe ist auch der Karl-Wildschütz-Parkplatz, für den ja nun zunächst ein Ideenwettbewerb ausgeschrieben werden soll.

Und gibt es schon ein konkretes Projekt, das die SPD anpacken wird?

Die Verlängerung der K 24 (Anm. d. Red. Westicker Heide) von der Hohenheide. Die Straße sollte geradeaus weitergeführt werden bis Westick. Das würde den Hirschberg und vor allem den Stadtkern entlasten, die Alleestraße könnte zurück gebaut werden. Fröndenberg hat viel Zukunftspotenzial. Dazu gehört auch die IGA Metropole Ruhr 2027, also die Internationale Gartenausstellung (Anm. d. Red. Der Himmelmannpark soll als ein Präsentationsort der IGA umgestaltet und weiterentwickelt werden).

Als weiteres Zukunftsprojekt könnte ich mir auch einen Campingplatz an der Ruhr vorstellen, als ein Baustein, um die Ruhr erlebbar zu machen.

Noch einmal zurück zum Jubiläum. Wie wird die Fröndenberger SPD ihren 100. Geburtstag am Samstag feiern?

Mike Groschek wird am Samstag in der Kulturschmiede die Festrede halten. Er ist auf jeden Fall jemand, der mitreißen kann. Die Tür ist dann nicht nur für Mitglieder offen, sondern für alle, die uns freundschaftlich verbunden sind. Wir hatten zunächst vor, auch eine Festschrift herauszugeben. Letztendlich haben wir uns entschieden, nach der Jubiläumsfeier ein Heft herauszugeben. Nach dem Festakt ist die Bevölkerung ab 13.30 Uhr zum Familienfest eingeladen.

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