Umwelt

Spedition Huckschlag in Fröndenberg fährt jetzt mit Erdgas

Daumen hoch für die ersten Erdgas-Lkw der Spedition Huckschlag: Fahrer Steffen Meyer (links) und Disponent Frank Göritz

Daumen hoch für die ersten Erdgas-Lkw der Spedition Huckschlag: Fahrer Steffen Meyer (links) und Disponent Frank Göritz

Foto: Spedition Huckschlag

Neimen.  Die Spedtion Huckschlag fährt jetzt auch mit zwei Erdgas-Lkws. Das Unternehmen kann sich vorstellen, seinen Fuhrpark nach und nach umzustellen.

Die Spedition Huckschlag hat als eine der ersten Transportunternehmen in der Region zwei CNG-Lkws im Einsatz. Das heißt, die Fahrzeuge werden nicht mit Dieselkraftstoff betrieben, sondern tanken Erdgas.

„Wir sind immer auf der Suche nach Ideen, Treibstoff zu sparen“, sagt Geschäftsführer Thomas Huckschlag. Auf diesem Weg will er zugleich etwas für die Umwelt tun. Dass die ihm am Herzen liegt, zeigt das Unternehmen bereits seit 2010. Seitdem befindet sich auf dem Dach eine der größten Photovoltaikanlagen der Region. „Aber unsere Lkw werden dadurch nicht sauberer“, machte sich Huckschlag auf die Suche nach Möglichkeiten, im Speditionsbereich ein (weiteres) Stück umweltfreundlich zu werden.

Elektromobilität im Lkw-Bereich noch in den Kinderschuhen

Der Geschäftsführer nahm Kontakt zu Herstellern von Erdgas-Lkws auf (CNG steht für komprimiertes Erdgas). Gas deshalb, weil im Lkw-Bereich das Thema Elektromobilität „gerade erst anfängt“, erklärt Thomas Huckschlag. Das werde erst weit in der Zukunft interessant. „Aktuell sind CNG-LKW das einzige, was man bekommt.“ Wenn es um das Thema Umweltfreundlichkeit geht. Thomas Huckschlag hat zunächst zwei Erdgas-Lkw des Herstellers „Iveco“ angeschafft. Sie sollen deutlich weniger Emissionen produzieren – und leiser unterwegs sein. „Wir müssen unsere Welt retten. Und irgendwo muss man anfangen. Das ist jetzt der erste Schritt“, kündigt der Geschäftsführer bereits weitere Pläne an. Ende des Jahres sollen noch einmal zwei CNG-LKW hinzukommen. Sollten sich die Fahrzeuge bewähren, kann sich Huckschlag vorstellen, den gesamten Fuhrpark – aktuell 60 LKW – auf Erdgas umzustellen.

Die beiden Neuzugänge fahren sich genauso wie die Diesel-Laster. „Aber man muss öfter zur Tankstelle fahren“, erklärt Thomas Huckschlag. Je nach Beladung reicht eine Tankfüllung für eine Strecke von 500 Kilometern. Bei einem Diesel sind es mehr als doppelt so viel: etwa 1200 Kilometer. Das bedeutet auch für die Tourenplanung zurzeit noch deutlich mehr Aufwand. Denn das Tanken muss ja eingeplant werden. Und nicht überall gibt es Gastankstellen, die mit einem großen Speditionslaster angefahren werden können.

Tankstelle Thema

Tankstelle ist auch ein Thema, das Thomas Huckschlag in Fröndenberg umtreibt. Denn bislang gibt es nur in Nachbarstädten wie Werl, Hemer, Iserlohn oder Unna die Möglichkeit, für Erdgas-Nachschub zu sorgen. Mit den Stadtwerken Menden sei man derweil in guten Gesprächen, auch in Fröndenberg eine Gastankstelle zu errichten. In Menden ist mit Schließung der Tankstelle an der Provinzialstraße vor einigen Monaten dort die letzte öffentliche Erdgas-Tankstelle abgebaut worden.

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