Sportgutschein

Sportgutschein: Nur acht Fröndenberger Vereine machen mit

Grundschulkinder sollen für ein halbes Jahr in einen Sportverein schnuppern dürfen. Doch dafür bedarf es eines attraktiven Angebotes.

Grundschulkinder sollen für ein halbes Jahr in einen Sportverein schnuppern dürfen. Doch dafür bedarf es eines attraktiven Angebotes.

Foto: Archiv, Gerd Wallhorn

Fröndenberg.   Bislang nur acht Zusagen auf das Schreiben der Stadt Fröndenberg. Fußballteams sind stark vertreten. Absagen von Schießsportlern.

Ab November will die Stadt Fröndenberg Erstklässlern ein kostenloses Halbjahr in einem heimischen Sportverein ermöglichen. Doch von 23 angeschriebenen Vereinen haben bislang erst acht zugesagt.

Heimische Schießsportvereine schließen aufgrund des Alters der Kinder eine Beteiligung an dem Angebot aus.

Stadt wird nachhaken

Am morgigen Donnerstag soll es im Sport-Ausschuss einen Sachstandsbericht zu den geplanten Sportgutscheinen für Fröndenberger Grundschulkinder geben. Doch von den 23 angeschriebenen Vereinen haben sich erst zehn zurückgemeldet. Dietmar Lerch von der Stadt gibt sich zuversichtlich: „Dass wir bis zum Start des Gutscheins eine höhere Anzahl an teilnehmenden Vereinen haben, halte ich für absolut realistisch“, sagte er im Gespräch mit der Westfalenpost. Die Stadt werde sich nochmal mit den Vereinen in Verbindung setzen, die sich bislang nicht zurückgemeldet haben. Denn Lerch ist wichtig: „Wir wollen ein Angebot schaffen, das attraktiv ist.“

Vor allem die Fröndenberger Fußballvereine scheinen sich von dem Gutschein-Konzept eine Verstärkung für ihre Mannschaften zu versprechen. Denn die Kicker haben sich laut Lerch alle bereit erklärt, „die Aktion zu unterstützen und für sechs Monate ein kostenfreies Angebot zu unterbreiten“, heißt es in der Ausschuss-Vorlage.

Teilnehmende Vereine

Folgende Vereine haben bislang signalisiert, die Aktion „Sportgutscheine für Grundschulkinder“ zu unterstützen:

SV Frömern, SV Langschede, SV Bausenhagen, TuS Jahn Dellwig, SC Fröndenberg-Hohenheide, TV Jahn Fröndenberg, TC RW Fröndenberg sowie die DLRG.

Von den zehn Rückmeldungen gab es auch zwei Absagen – allerdings aus rein pragmatischen Gründen: „Zwei Schießsportvereine haben eine Beteiligung ausgeschlossen, da die Ausübung dieser Sportart erst ab zwölf Jahren möglich ist“, lautet die Begründung. Deswegen sei laut Lerch auch davon auszugehen, dass auch die Schießsportler, die sich noch nicht gemeldet haben, ebenfalls rauszurechnen sind.

Relevant wird die Aktion für etwa 150 Kinder, die im kommenden Schuljahr eingeschult werden. Im Zuge der Schuleingangsdiagnostik sollen Flyer und Sportgutscheine bereits gedruckt sein und ausgeteilt werden. Wie viele Vereine dann auf den Flyern stehen, bleibt allerdings noch abzuwarten.

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