Hundesteuer

Stadt will Steuer für „gefährliche Hunde“ anpassen

Haben es nicht leicht, ein Herrchen zu finden: Staffordshire Terrier werden als „gefährliche Hunde“ gelistet. Wer sich ein Tier beispielsweise dieser Rasse halten möchte, muss jährlich eine höhere Hundesteuer zahlen.

Foto: Ingo Otto

Haben es nicht leicht, ein Herrchen zu finden: Staffordshire Terrier werden als „gefährliche Hunde“ gelistet. Wer sich ein Tier beispielsweise dieser Rasse halten möchte, muss jährlich eine höhere Hundesteuer zahlen. Foto: Ingo Otto

Fröndenberg.   Definition für gefährliche Rassen soll keinen Spielraum erlauben. Kosten bleiben für alle Hundehalter stabil.

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Der Rat der Stadt tagt heute ab 17 Uhr im Sitzungssaal des Stiftsgebäudes. Auf der Tagesordnung steht unter anderem die „3. Änderung der Hundesteuersatzung“, die im gestrigen Hauptausschuss vorberaten wurde. Im Fokus: „Gefährliche Hunde“.

Diese Änderung sieht nicht etwa eine Erhöhung des Steuersatzes für Hundehalter vor, sondern es geht um eine Klarstellung der Definition, bei welchen Rassen es sich um sogenannte „gefährliche Hunde“ handelt. Die Fröndenberger Hundesteuersatzung soll in diesem Punkt „an die geltende gesetzliche Regelung des Landeshundegesetzes NRW angepasst werden“, wie es in der Vorlage heißt. „Die beiden im Landeshundegesetz verwendeten Rechtsbegriffe des ,gefährlichen Hundes’ und des ,Hundes bestimmter Rassen’ finden sich nun auch in der Hundesteuersatzung wieder“, heißt es weiter.

Heinz-Günter Freck, Beigeordneter der Stadt, erklärt: „Wir haben die Begrifflichkeit aktualisiert, damit es keine Schwierigkeiten bei der Auslegung gibt.“

Gefahr für die öffentliche Sicherheit

Gefährliche Hunde seien demnach solche, „bei denen nach ihrer besonderen Veranlagung, Erziehung und/oder Charaktereigenschaft die erhöhte Gefahr einer Verletzung von Personen besteht und von denen eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit ausgehen kann“. Dazu zählen Tiere der Rassen: Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und Bullterrier sowie deren Kreuzungen. Zu den „Hunden bestimmter Rassen“ gehören: Alano, American Bulldog, Bullmastiff, Mastiff, Mastino Espanol, Mastino Napoletano, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, Rottweiler und Rosa Inu sowie deren Kreuzungen.

Von den insgesamt 1951 in Fröndenberg angemeldeten Hunden gehören 16 Tiere zu „gefährlichen Hunden“, für die dann der höhere Hundesteuersatz von 423 Euro fällig wird. 29 Tiere sind steuerbefreit.

Zuletzt wurde die seit 2003 gültige Hundesteuersatzung der Stadt Fröndenberg im Dezember 2015 geändert. Sollte die jetzige Änderung im Rat entschieden werden, würde die neue Hundesteuersatzung zum 1. Januar 2018 in Kraft treten.

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