THEATER OHNE RAHMEN

Warum „Frau Müller muss weg“ so fasziniert

Das Theater ohne Rahmen mit Technik-Team

Foto: Joern Spiegelberg

Das Theater ohne Rahmen mit Technik-Team Foto: Joern Spiegelberg

Fröndenberg.   Vom Kino-Hit zum Bühnen-Klassiker: Das Theater ohne Rahmen bringt „Frau Müller muss weg“ auf die Bühne. Was das Ensemble fasziniert.

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Star-Regisseur Sönke Wortmann hatte alles, na ja fast alles richtig gemacht. Seine Schul-Farce „Frau Müller muss weg“ fand bei der Kritik Gefallen, und das Publikum war begeistert. Mehr noch: Der Kino-Hit von 2015 gab eine Start-Zündung für eine Fülle von Theater-Inszenierungen – wie demnächst vom Theater ohne Rahmen in Fröndenberg. Warum ist das Stück von Autor Lutz Hübner so beliebt? Regisseurin Uta Imenkämper kennt die Antwort.

Stück nah am Alltag

„Frau Müller muss weg“ bringt den Klassen-Kampf zwischen Eltern und Lehrern mit brillant zugespitzten Dialogen auf den Punkt, den Kampf zwischen den Karriere-Wünschen von Eltern für ihre Kinder und der Lehrer-Pflicht, Schüler-Leistungen gegebenenfalls auch schlecht zu benoten. Das Stück überzeichnet, um das Alltägliche überhaupt erst sichtbar zu machen. „Die Lehrer kennen das“, weiß Uta Imenkämper, „und jeder, der mal ein Kind in der Schule hatte oder hat.“

Lehrerin spielt Lehrerin

Gerade die Lebensnähe hätte schwierig sein können: Darüber war sich Uta Imenkämper im Klaren, als die Rollen verteilt wurden. Die Lehrerin im Stück ist auch im wirklichen Leben Pädagogin: Anja Enting. Uta Imenkämper stellte ihr frei, ob sie Frau Müller mimen wollte oder eben nicht: „Wenn Du das nicht spielen willst, kann die Rolle auch eine Nicht-Lehrerin übernehmen.“ Anja Enting aber stellte sich der Hausforderung.

Theater kann heilen

Uta Imenkämper: „Ich glaube schon, dass man in dieser Rolle ein Déjà-vu haben kann, mit Situationen und Gefühlen.“ Dennoch liefern Szenen und Dialoge bisweilen Antworten und Reaktionen, die die Darsteller im Alltag so nicht gezeigt hätten: „Da lernt man dann etwas dazu.“ Aber: „Es geht einen immer an.“

Das Theater könne etwas Heilendes haben, meint Uta Imenkämper. Und: „Es erweitert auf jeden Fall den Horizont.“ Das gilt für Anja Enting als Frau Müller wie für die Eltern-Gruppe Johannes Neuser, Simone Mijovic, Silke Lakrabi sowie Ulrike und Christopher Meisel.

Ein spezielles Lachen

Das gilt aber auch fürs Publikum: „Man lacht, und eigentlich ist es gar nicht zum Lachen. Manchmal lacht man dann aus Verlegenheit – oder weil man sich mitschämt. Ich will jedenfalls, dass das Stück die Leute packt.“

Uta Imenkämper hat die Farce gepackt: „Ich habe noch nie so schnell ein Stück gelesen.“

Tempo zählt – und das Team

Tempo ist der erklärtermaßen team-orientierten Regisseurin übrigens auch bei der Inszenierung wichtig. „Wir haben das Stück gekürzt. Das vereinfacht den Proben-Ablauf ungemein. Das kommt aber auch den Zuschauern entgegen.“ Uta Imenkämper erwartet, dass „Frau Imenkämper“ in knapp zwei Stunden über die Gesamtschul-Bühne geht.

Der Vorverkauf nimmt auch schon Fahrt auf. Die Karten fürs erste Wochenende sind bereits so gut wie weg. Für die weiteren Vorstellungen gibt’s noch Tickets.

>> TICKET-INFO

Alle Vorstellungen finden in der Aula der Gesamtschule statt. Die Premiere findet am Samstag, 17. Februar, 19.30 Uhr, statt. Weitere Vorstellungen: Sonntag, 18. Februar, 15 Uhr; Freitag, 23. Februar, 19.30 Uhr; Samstag, 24. Februar, 19.30 Uhr; Sonntag, 25. Februar, 15 Uhr; Freitag, 2. März, 19.30 Uhr; Samstag, 3. März, 19.30 Uhr; Sonntag, 4. März, 15 Uhr.

Theater ohne Rahmen e.V.

Goethestraße 18, 58730 Fröndenberg

+49 (0)2373-172884

post@theaterohnerahmen.de

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