Sternsinger

Weit mehr als 15 000 Euro in Fröndenberg gesammelt

Die Sternsinger Mia Kämmerling, Max Amerchih Katharina Albus und Mia Amerchih.

Die Sternsinger Mia Kämmerling, Max Amerchih Katharina Albus und Mia Amerchih.

Foto: Alexander Lück

Fröndenberg.  Ein Mädchen aus Schwerte unterstützt die Sternsinger in Warmen.

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Geld sammeln für Kinder, denen es viel, viel schlechter geht als einem selbst: Das taten in den letzten Tagen auch in Fröndenberg wieder zahlreiche Sternsinger, die mit Sammelbüchsen und dem Segen für das neue Jahr unterwegs waren.

Der Überlieferung nach haben die drei Sterndeuter aus dem Osten noch einen etwas weiteren Weg zurückgelegt, als sie das Jesuskind in der Krippe von Bethlehem suchten (und fanden). Aber aus Schwerte einige Kilometer ruhraufwärts nach Fröndenberg für die hiesige Sternsingeraktion zu kommen, ist auch aller Ehren wert.

Gemeinsam mit bester Freundin

In ihrer Heimatstadt Schwerte ist Mia Kämmerling auch schon mit Sammelbüchse und Stern von Haus zu Haus gezogen. Warum dann also dieses Jahr im Ruhrtal, auf dem Gebiet der Christ König-Gemeinde Warmen? „Weil ich unbedingt mit meiner allerbesten Freundin Katharina Albus zusammen gehen wollte“, so die einleuchtende Erklärung. Und die wohnt eben hier.

Die beiden Neunjährigen schlüpften aber nicht alleine in die Gewänder. Mia und Max Amerchih gehörten noch zu der Gruppe. Vier Heilige Drei Könige sozusagen. Denn natürlich freut sich das Team der Betreuer über jeden Teilnehmer an der Sternsingeraktion, auch wenn die Endsumme nicht durch drei teilbar ist.

Stolze Leistung

16 Jungen und Mädchen waren auf dem Gebiet der Christ König-Gemeinde im Ruhrtal unterwegs. Eine stolze Summe, wenn man bedenkt, dass das eigene Gotteshaus seit mittlerweile über zwei Jahre geschlossen ist und damit auch Möglichkeiten der Gemeindearbeit und „Rekrutierungspotenzial“ etwa durch Erstkommunionkinder eingeschränkt sind. Und trotzdem nicht genug Sternsinger, um die Straßen wie geplant an einem Tag „abzuarbeiten“. Aber kein Problem: Katharina Albus sowie Max und Mia Amerchih erklärten sich sofort bereit, auch schon einen Tag eher, am Freitag nämlich, loszuziehen. Und trotz des Werktags stellte Katharina Abus erfreut fest: „Fast alle Leute, bei denen klingelten waren zuhause. Und die waren alle sehr nett zu uns.“

Während es übrigens für den sechsjährigen Erstklässler Max Amerchih die Premiere war, kann seine vier Jahre ältere Schwester schon auf Erfahrung aus dem vergangenen Jahr zurückblicken. Wofür diese Aktion gedacht ist, weiß sie da natürlich ganz genau: „Für arme Kinder, denen es viel schlechter geht als uns.“ Ein Ansinnen, das auch Ingrid Böttcher gern unterstützt. „Natürlich freuen wir uns, wenn die Heiligen Drei Könige zu Besuch kommen. Obwohl wir ja ein bisschen ab vom Schuss wohnen“, sagt sie mit Blick auf die Lage ihres Hauses im Ruhrtal.

Nicht alle Straßenzüge geschafft

Aber um mal die ein oder andere größere Distanz auch motorisiert zu überbrücken, gibt es ja die engagierten Helfer im Hintergrund, in diesem Fall Mutter Amerchih. 140 Menschen – Sternsinger und Helfer – waren es zusammengerechnet in der ganzen Stadt. Neben der Christ-König-Gemeinde fanden die Aktion separat in der St.-Konrad-Gemeinde (für den Fröndenberger Westen), St. Agnes Bausenhagen (für den Norden) sowie in der Kernstadt im Gebiet der St. Marienkirche statt. Eine Teilnehmerzahl, die auch dank der Bemühen des Teams im Vorfeld größer als im letzten Jahr ausfiel.

„Aber es können gerne auch noch mehr werden. Denn an wirklich jedes Haus haben wir es leider nicht schaffen können“, erzählte Pfarrer Norbert Wohlgemuth am Sonntag nach dem Abschlussgottesdienst der Aktion in der St. Marienkirche. Die viel erfreulichere Nachricht von ihm: gut 15 000 Euro waren bis zu diesem Zeitpunkt schon zusammengekommen. Und das soll noch nicht die endgültige Spendensumme sein. Mit alldem wird ohne irgendwelche Abzüge Not gelindert. Den großen Dank dafür richtete Heiner Redeker, ganz speziell an die kleinen Könige und Königinnen: „Ihr seid vielleicht etwas traurig, dass die Ferien vorbei sind und Ihr morgen wieder zur Schule müsst. Euer Einsatz aber hilft Kindern, die nichts lieber täten, als in die Schule gehen zu können.“

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