Schulanmeldungen

Weniger Anmeldungen: GSF startet 2019/2020 nur fünfzügig

Beim Tag der offenen Tür stellt sich die Gesamtschule Fröndenberg mit spannenden Projekten vor, um Grundschulabgänger für sich zu gewinnen.

Beim Tag der offenen Tür stellt sich die Gesamtschule Fröndenberg mit spannenden Projekten vor, um Grundschulabgänger für sich zu gewinnen.

Foto: Martina Dinslage

Fröndenberg.   Eltern haben 22 Schüler weniger als im Jahr zuvor an der Gesamtschule Fröndenberg angemeldet. Auch die Zahl der Mendener Kinder geht zurück.

Die Zahl der Grundschüler, die im kommenden Schuljahr auf die GSF wechseln, ist von 156 auf 134 zurückgegangen. Das führt dazu, dass die Gesamtschule in das Schuljahr 2019/2020 nur fünf- anstatt sechszügig starten wird. Die Zahl der neuen Schüler aus Menden ist um fast die Hälfte zurückgegangen.

„Das hängt natürlich auch davon ab, wie viele Schüler von den Grundschulen abgehen“, erklärt GSF-Leiter Klaus de Vries im Gespräch mit der Westfalenpost. Mit 134 neuen Fünftklässlern, die sich an der Gesamtschule Fröndenberg angemeldet haben, sind das 22 weniger als für das vorherige Schuljahr.

Mehr Schüler pro Klasse

Die sinkende Schülerzahl bedeutet aber gleichzeitig nicht, dass die Klassengröße schrumpft – im Gegenteil. Denn anstatt sechszügig wird die GSF im kommenden Schuljahr nur fünfzügig an den Start gehen. Saßen so in jeder fünften Klasse zuvor 26 Schüler, werden es im nächsten Schuljahr 26,8 Schüler sein. Dabei hat die Schule nicht die Möglichkeit sich auszusuchen, ob sie fünf- oder sechszügig starten will. „Wir sind laut Träger zwar sechszügig, aber natürlich bekommen wir die Lehrstellen anhand der Schülerzahlen zugewiesen“, erklärt de Vries den Grund.

Mussten in vergangenen Jahren noch Schüler – vor allem aus anderen Städten – abgelehnt werden, weil die Kapazitäten erreicht worden sind, so wurden diesmal alle Schüler angenommen. Allerdings werden „nur“ sieben Mendener Kinder ihren Bildungsweg in Fröndenberg fortsetzen und auf die GSF wechseln – im Schuljahr 2018/2019 sind es noch 13 Schüler aus der Hönnestadt gewesen.

Lehrer-Angriff in Menden

Damit scheint die GSF nicht von den einbrechenden Anmeldezahlen der Gesamtschule Menden zu profitieren: In Menden wurden 33 Schüler weniger angemeldet (von 133 auf 100). Im Gespräch mit der Westfalenpost Menden führte Schulleiter Ralf Goldschmidt unter anderem den Angriff von Eltern auf eine Lehrerin im Februar an (WP berichtete) mit den Worten: „Der Vorfall trifft natürlich den Nerv vieler Eltern“, sagte Goldschmidt damals.

Düstere Prognose

Dass diese geringere Anmeldezahl eine Ausnahme sein wird, glaubt der Schulleiter übrigens nicht. Seine Zukunfts-Prognose spekuliert sogar auf einen weiteren Rückgang: „Auch im nächsten Jahr werden wir in Fröndenberg ein Dutzend Kinder weniger in den Grundschulen haben“, verweist Klaus de Vries auf die sinkende Zahl an Kindern.

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