Verkehr

Beatlemania an der Königswiese: Senioren spielen Model

Wilfried Reckert (vorn) überquerte mit Gleichgesinnten in „Beatles-Manier“ den Fußgängerüberweg an der Königswiese, Abbiegespur in die Freiheit in Buer. Zusammen mit weiteren Bürgern bemüht sich der Sprecher des Quartiersnetzes Buer Ost im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche um die Anbringung von Zebrastreifen an dieser Stelle.

Wilfried Reckert (vorn) überquerte mit Gleichgesinnten in „Beatles-Manier“ den Fußgängerüberweg an der Königswiese, Abbiegespur in die Freiheit in Buer. Zusammen mit weiteren Bürgern bemüht sich der Sprecher des Quartiersnetzes Buer Ost im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche um die Anbringung von Zebrastreifen an dieser Stelle.

Foto: Michael Korte / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen-Buer.  Die Europäische Mobilitätswoche macht Mitglieder des Quartiersnetzes Buer Ost zu John, Paul, George & Ringo. Es geht um einen Zebrastreifen.

Der Plan ist klar, doch vor der Ausführung steht die Diskussion: Ein Grüppchen bewegter Senioren aus dem Quartiersnetz Buer Ost trifft sich an der Königswiese/Ecke Freiheit. Für einige Minuten wollen sie Beatles spielen, in die Rolle der Pilzköpfe schlüpfen und das Cover der berühmten LP „Abbey Road“ in Buer nachstellen. Das Problem dabei: An der Ecke vor der Post gibt es gar keinen Zebrastreifen.

„Darum geht es“, erläutert Quartiersnetz-Sprecher Wilfried Reckert. „Denn hier soll ein Zebrastreifen hin“. Bereits vor Monaten hatten die Mitglieder der Verkehrs-AG der Stadt Gelsenkirchen das Problem benannt. Doch bisher sei nichts geschehen.

Unübersichtlich und befahren

„Viele ältere Menschen, vor allem solche, die auf einen Rollator angewiesen sind, haben Angst, über die Straße zu gehen“, berichtet Ellen Ziegler. „Fußgänger müssen hier ungesichert die Straße passieren“, ergänzt Reckert. Zwar gibt es an der vierspurigen Straße Königswiese eine Fußgängerampel in Höhe der Post. Die von Norden kommenden Fahrzeuge können an der Stelle aber ampelfrei nach rechts in die Freiheit abbiegen. „Die Ecke ist unübersichtlich und sehr befahren“, sagt Reckert.

In den vergangenen Jahren seien in der gesamten Stadt unzählige Zebrastreifen verschwunden. Dies sei ein falsches Signal. Die Verkehrsplanung müsse eine fußgängergerechte Stadt planen – gerade im Hinblick auf den demografischen Wandel und die immer älter werdende Stadtgesellschaft.

Zebrastreifen für die Lindenstraße

Um die Forderung zu untermauern, benennt Reckert einen weiteren Knackpunkt: „Auch auf der Lindenstraße, in Höhe des „Drögen Ecks“ sollte ein Zebrastreifen aufgezeichnet werden“.

Die Aktion des Quartiersnetzes ist Teil einer Mitmachaktion der Europäischen Mobilitätswoche, zu der das Umweltbundesamt alle interessierten Bürger aufgerufen hat.

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