Heimatkunst

Heinrich Meyer aus Buer erweckt Zechen wieder zum Leben

Eines der Motive aus Heinrich Meyers Kalender für das Jahr 2020.       

Eines der Motive aus Heinrich Meyers Kalender für das Jahr 2020.       

Foto: Heinrich Meyer / Henry O. Meyer

Gelsenkirchen-Buer.  Der 89-jährige Gelsenkirchener Maler Heinrich Meyer hält seine Heimat Buer mit Aquarellfarben auf Leinwand fest. Sein neuestes Werk zeigt Zechen.

Heinrich Meyer liebt seine Heimat Buer. So sehr, dass er ihr unzählige Liebeserklärungen gemacht hat. Mit Pinsel und Aquarellfarbe. Nahezu jeden bekannten Ort in der Stadt hat der Maler auf Leinwand festgehalten: das Leibniz-Gymnasium, das Schievenviertel, die Gaststätten Alt-Westerholt und Seifen. Dazu Momentaufnahmen des bunten Treibens dort. Im Jahr nach der Schließung der letzten Zeche widmet er seine Werke ganz dem Bergbau. 14 verschiedene Motive hat er nun in einem Kalender zusammengefasst.

„Zechenimpressionen“ heißt die Sammlung, die Bilder aus dem ganzen Ruhrgebiet enthält. Sie zeigen ungewöhnliche Perspektiven, sind detailverliebt und stets dominiert von klaren Linien. Heinrich Meyer möchte Vergängliches festhalten, die Geschichte weiterleben lassen – das ist seinen Bildern anzusehen. Ebenso wie seine Faszination für die Architektur der Bergwerksgebäude.

Industrielandschaften inspirieren Meyer

„Neben der Landschafts- und Tiermalerei haben meinen Vater schon immer Industrielandschaften angesprochen“, erzählt Meyers Tochter Susanne Fink. Die Inspiration geht dem Künstler aus Buer deswegen dort nie aus. „Man müsste 200 Jahre alt werden, um die ganze Schönheit einzufangen“, sagte er vor einigen Jahren im Gespräch mit der WAZ.

Damals bereitete er gerade eine Ausstellung vor: Nicht weniger als 70 seiner Bilder konnten Heimatverbundene in den Räumen des Ateliers Antenne bewundern. Von der Bürgervilla bis zur Bergmannssiedlung. Einige Motive des Autodidakten, der unter dem Künstlernamen Henry O. Meyer malt, zierten zudem Postkarten. Regelmäßig bringt er auch Kalender heraus. Mit seinem neuen, monothematischen Kalender, möchte der inzwischen 89-Jährige nun auch Menschen außerhalb von Gelsenkirchen erreichen und sie an die Zeit der Zechen erinnern. (lere)

Das 14-seitige Werk ist ab November unter anderem in der Buchhandlung Kottmann, Nienhofstraße 1, in den Formaten DIN A3 und DIN A4 erhältlich.

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