Medien

Mediencafé soll Schaffrather bei Nachrichtenprüfung helfen

Ingrid Husmann und Manfred Rose vom Quartierstreffpunkt Schaffrath stellten ihre Pläne zum neuen Mediencafé vor.

Ingrid Husmann und Manfred Rose vom Quartierstreffpunkt Schaffrath stellten ihre Pläne zum neuen Mediencafé vor.

Foto: Olaf Ziegler / FUNKE Foto Services

Beckhausen.  Mit seinem Mediencafé will der Gelsenkirchener Förderverein Schaffrather Mitte Interessierten dabei helfen, Nachrichten richtig einzuordnen.

Die Welt ist ein Dorf geworden in Zeiten der Digitalisierung: Kaum bricht irgendwo ein Krieg aus oder wird vor unserer Haustür eine Bombe entschärft, schon landet eine Push-up-Nachricht auf unserem Smartphone. „Angesichts dieser Reizüberflutung wird es immer schwieriger herauszufinden, was wirklich wichtig ist“, meint Ingrid Husmann, Vorsitzende des Fördervereins Schaffrather Mitte, und setzt in Zeiten der Globalisierung aufs Lokale – mit einem Mediencafé im Quartierstreffpunkt an der Giebelstraße 7. Start ist am Mittwoch, 23. Oktober, um 15 Uhr.

„Wir wollen versuchen, die Menschen vor Ort mit Hilfe moderner Medien zu informieren. Nicht jeder hat mehr eine Tageszeitung abonniert, viele verlassen sich da auf Kurznachrichten. Das halten wir für nicht ausreichend, um Ereignisse oder Sachverhalte einzuordnen“, erläutert Ingrid Husmann das Konzept des Projekts, dessen Realisierung der Gelsenkirchener Journalist Michael Voregger sowie die Schaffrather Gisela Holstein und Gunhild Bludau unterstützen.

Auf der Suche nach zuverlässigen Nachrichten-Quellen

Ziel sei es, per Smartboard (das ist eine interaktive, digitale Tafel) Berichte über interessante Ereignisse in Gelsenkirchen zu zeigen und gemeinsam herauszufinden, „wo es zuverlässige Informationen und Nachrichten gibt“.

„Wir möchten die Menschen zu einer kritischen Auseinandersetzung mit den Medien ermutigen und dazu ermuntern, Fragen zu stellen“, betont SPD-Stadtverordneter Manfred Rose, wie die SPD-Bezirksverordnete Husmann ein Mitglied im Koordinierungskreis für die Quartiers-Entwicklung in Schaffrath und Rosenhügel. Letztlich solle das auch dazu dienen, extreme Positionen nicht einfach zu wiederholen, sondern auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu analysieren.

Auch Jugendliche sollen mit eingebunden werden

Als Etappenziel verfolgen die Akteure eine Chronik für Schaffrath, die die Entstehung und Entwicklung des Beckhausener Ortsteils mit vielen Fotos dokumentiert. „Wir möchten auch Jugendliche mehr in den Blick nehmen. Toll wäre es, mit ihnen Radiobeiträge zu produzieren über Themen, die sie bewegen oder darüber, was hier im Schaffrath Interessantes passiert“, so Ingrid Husmann.

Geplant ist, das Mediencafé bis Weihnachten an jedem ersten und dritten Mittwoch um 15 Uhr anzubieten. Die Auswahl des jeweiligen Themas können die Teilnehmer mitbestimmen. Die Teilnahme an der Veranstaltung mit Getränken und kleinem Imbiss ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Infos unter: 0209/95 90 52 94 (werktags, 10 bis 12 Uhr) oder per E-Mail an: schaffrather.mitte@gmail.com.

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