Stadtumbau

21,6 Millionen Euro Fördermittel fließen nach Rotthausen

Eines der großen Erneuerungsprojekte im Gelsenkirchener Stadtteil ist das Volkshaus Rotthausen. Wie es mit dem Denkmal weitergehen soll, ist noch nicht entschieden.

Eines der großen Erneuerungsprojekte im Gelsenkirchener Stadtteil ist das Volkshaus Rotthausen. Wie es mit dem Denkmal weitergehen soll, ist noch nicht entschieden.

Foto: Martin Möller / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen-Rotthausen.  Mittel für mehr Grün, Aufenthaltsqualität, Spielflächen und Projekte wie das Volkshaus soll Rotthausen bekommen. Gesamtsumme: 21,6 Mio. Euro.

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„Starke Quartiere – Starke Menschen“: Unter diesem Leitmotiv liefen für den Zeitraum 2014 bis 2020 verschiedene Europäische Förderprogramme zur Entwicklung von Stadtquartieren sowie zur Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung. Gelsenkirchen hatte sich mit einem integrierten Entwicklungskonzept für Rotthausen beteiligt, der Rat der Stadt die Bewerbung abgesegnet, die interministerielle Arbeitsgruppe Soziale Stadt die Vorlage insgesamt positiv bewertet. 21, 6 Millionen Euro, so die Zusage, sollen an Fördermittel von Land, Bund und Europäischer Union fließen – für ein verbessertes Stadtklima, ökologische Aufwertung und Kriminalprävention. Allein: Ehe die Mittel aus dem EU-Fonds EFRE (Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung) überwiesen werden, war eine Nachqualifizierung geordert. Auch weil sich die Bewertungsmaßstäbe in dem langen Zeitraum verändert, die Landesregierung gewechselt hatte.

An dem Punkt ist die Verwaltung nun. Sie hat ihre Hausaufgaben gemacht, die Anregungen der fachlichen Begutachtung aufgegriffen, nachjustiert, vor allem die Bereiche Ökologie und die Entwicklung von Brachflächen konkretisiert. Das so in Teilen veränderte Entwicklungskonzept für Rotthausen muss die Politik nun erneut absegnen. Eine Formalie. Am Kern, macht Janine Feldmann vom Referat Stadtplanung deutlich, ändere sich jedoch nichts. „Das Grundsatzprogramm ist akzeptiert. Wir werden die nächsten zehn Jahre daran arbeiten“ – aber eben auch erst nach 2020 mit dem Geldfluss aus Europa rechnen dürfen. „Für 2021 können wir hier in die Antragstellung einsteigen“, so Feldmann. Bei ihr und Sarah Loch in der Koordinierungsstelle Stadtplanung laufen die Fäden für die Vitalisierung Rotthausens zusammen.

Maßnahmen für mehr Stadtgrün

Die Vorhaben sind ambitioniert, das Spektrum ist breit. Es reicht von einem Maßnahmenbündel für mehr Stadtgrün („Rotthauser Gärten und Trittsteine“) im dicht bebauten Stadtteil, beispielsweise an Schemannstraße und Mechtenbergstraße, über die Optimierung der Lothringer Straße zur „Familienstraße“ bis zu Projekten wie dem Grenzpark Neustadt/Rotthausen, dem Blickpunkt Wasser am Stadtgarten am Eingang Rotthauser Straße oder der „Safari am Schwarzbach“. Hinter diesem Schlagwort verbirgt sich die ökologische Gewässerverbesserung samt der Entwicklung einer Parkroute.

Vieles ist Zukunftsmusik. Andernorts ist die Planung bereits konkret, sind Fördermittel des Landes eingepreist. So wartet die Verwaltung nur noch auf den Baubeschluss, damit sie im Frühjahr 2020 mit dem Bau des neuen Spielplatzes Weindorf-/Wembkenstraße beginnen kann. Im östlichen Teil Rotthausens besteht derzeit kein öffentlicher Kinderspielplatz. Der Bedarf ist groß. Die Anzahl der Kinder von 0 bis 14 Jahren hat sich im Umfeld des Standortes von 2013 bis 2017 von 467 auf 603 erhöht. „Aufgrund mangelnder Flächenalternativen soll die Fläche eines ehemaligen Kinderspielplatzes (bis 1992), auf der Bodenbelastungen festgestellt wurden und daher ein Rückbau des Spielplatzes erfolgte, erneut als Kinderspielplatz hergestellt werden“, heißt es in der Vorlage. Gleichzeitig sei die von der Bodenbelastung der Fläche ausgehende Gefährdung auszuschließen. In der – mit Kindern durchgeführten – Entwurfsplanung wurde das Thema Bergbau festgelegt.

Zu den großen Investitionsprojekten zählt Feldmann das Volkshaus Rotthausen. „Da steigen wir 2020 mit dem Etat für die Planungskosten ein. Im Endeffekt wird das aber sicher drei bis fünf Millionen Euro in Anspruch nehmen.

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