Luftverschmutzung

Bezirksregierung fordert Fahrverbote in Gelsenkirchen

Rund 35.000 Fahrzeuge rollen täglich in Nord-Süd-Richtung über die Kurt-Schumacher-Straße durch Gelsenkirchen-Schalke und tragen maßgeblich zur Luftverschmutzung bei.

Rund 35.000 Fahrzeuge rollen täglich in Nord-Süd-Richtung über die Kurt-Schumacher-Straße durch Gelsenkirchen-Schalke und tragen maßgeblich zur Luftverschmutzung bei.

Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen.   Die Stickoxidkonzentration auf der Kurt-Schumacher-Straße ist zu hoch. Freiwillige Maßnahmen der Stadt Gelsenkirchen sollen deshalb jetzt verbindlich werden.

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Die Bezirksregierung in Münster hat einen Luftreinhalteplan für Gelsenkirchen entwickelt. Die Maßnahmen wurden auf Basis der vom Landesumweltamt ermittelten Schadstoffwerte erarbeitet. An den drei Messstationen im Stadtgebiet wird der Grenzwert für Feinstaub (PM10) seit 2014 eingehalten. Die gemessene Stickoxidkonzentration an der Kurt-Schumacher-Straße ist allerdings noch immer zu hoch.

Mit einem sechs-Punkte-Plan sollte der Wert gesenkt werden. Dazu wurde unter anderem die erlaubte Geschwindigkeit zwischen Florastraße und Uferstraße gesenkt und Stadt ließ an der Schalker Meile zusätzliche Bäume pflanzen.

Die Stadt Gelsenkirchen hat bereits reagiert

Da die Messstellen trotzdem zu hohe Werte anzeigen, sollen nun weitere Maßnahmen folgen: Der Plan sieht etwa ein Fahrverbot für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen auf der Kurt-Schumacher-Straße (ausgenommen Anlieger) und den Einsatz von emissionsfreien Bussen vor. Das Fahrverbot gilt bereits auf der Schalker Meile.

Bis zum 21. November liegt der Plan im Rathaus Buer (Rathausplatz 1, Zimmer 2.18) aus. Online ist er unter www.bezreg-muenster.de/go/lrp_ge einsehbar. Noch bis zum 6. Dezember nimmt die Behörde Stellungnahmen dazu entgegen. Danach müssen die Maßnahmen von der Stadtverwaltung bis zum 1. Januar 2019 umgesetzt werden. (red)

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