Gesellschaft

Buntes Leben im Gelsenkirchener Alfred-Zingler-Haus

Immer wieder ein Highlight für die jüngere Festgemeinde: das Glücksrad. Auch bei der fröhlichen Feier im und rund ums Alfred-Zingler-Haus zog es den Nachwuchs magisch an.

Immer wieder ein Highlight für die jüngere Festgemeinde: das Glücksrad. Auch bei der fröhlichen Feier im und rund ums Alfred-Zingler-Haus zog es den Nachwuchs magisch an.

Foto: Michael Korte

Gelsenkirchen.   Wie man ein großes Haus, dass von Schließung oder Schlimmerem bedroht ist, mit Leben füllt, zeigten am Samstag die im Alfred-Zingler-Haus aktiven Ehrenamtler aus Gelsenkirchen. Das Interesse, das Gebäude als Treffpunkt zu nutzen ist groß. Rund 40 Gruppen und Initiativen sind es mittlerweile.

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Wie man ein großes Haus, dass von Schließung oder Schlimmerem bedroht ist, mit Leben füllt, zeigten am Samstag die im Alfred-Zingler-Haus aktiven Ehrenamtler. Im Hof lud ein kunterbunter Parcours Mädchen und Jungen zum Toben ein: Hier hatte der städtische Spielebus Wippen, Rutschen und Bälle aufgebaut.

Im Margaretenhof 10-12 bestimmten Bierzeltgarnituren, Grillstation und Kuchenbüffet das Bild. „Wir hatten zuletzt im Februar ein großes Fest, als wir die 25. Selbsthilfegruppe hier begrüßen konnten“, erzählt Arno Graf, Ortsvereinsvorsitzender der Altstadt-Falken. Das Interesse, sich im Alfred-Zingler-Haus zu treffen, sei sogar noch weiter gewachsen, erklärt Arno Graf: „Heute sind es rund 40 Gruppen und Initiativen.“

An jedem Tag in der Woche genutzt

Die Palette ist breit: Ob Kochzirkel, Tischtennisgruppe, Bands – Rondoprinz und Peterbobs proben nicht nur im Alfred-Zingler-Haus, sie machten beim Tag der offenen Tür auch live Musik. Selbsthilfegruppen der unterschiedlichsten Art, ZWAR-Aktions-Gemeinschaften oder Tanzformationen von HipHop bis Folk, das Haus wird praktisch jeden Tag der Woche genutzt. Arno Graf: „Aber die Gruppen kennen sich zum Teil gar nicht. Darum ist das Fest auch eine gute Gelegenheit, mal miteinander in Kontakt zu kommen.“

Das Alfred-Zingler-Haus gehört der Hans-Urban-Stiftung. Es ist benannt nach dem Gründer des Bauvereins der Falken. Es gibt zur Zeit sieben Häuser in Gelsenkirchen. Das Alfred-Zingler-Haus im Grenzbereich zwischen Bulmke und Bismarck war bis vor vier Jahren ein offenes Haus der Falken. Weiterhin ist die Finanzierung offen. Doch dank privatem und ehrenamtlichem Engagement wird das Haus genutzt und mit Leben erfüllt.

Auch Vermietung wird wichtiger: Das Duale Freiwillige Jahr (Hauptschulabschluss nachmachen) hat hier eine Anlaufstelle, und „MundArt“ (Menschen aus 50 verschiedenen Nationen lernen deutsch) hat im ersten Stock Räume gefunden. Hinzu kommen Serviceangebote wie etwa das Repaircafé. Es ist ein Nachbarschaftszentrum, eine Spieloase für Erwachsene (Doppelkopfgruppe) und Kinder. Mit der Kita Margarethe-Zingler-Haus gibt es eine enge Zusammenarbeit.

Auch Markus Kiefer machte mit

Dass im Alfred-Zingler-Haus sich Menschen für Menschen einsetzen, hat sich herumgesprochen und findet Unterstützer. So wirkte beim Festprogramm auch Schauspieler Markus Kiefer mit. Selbst das Wetter bescherte den Besuchern – bis auf einige kräftige Schauer – meistens Spaß im Freien.

Namensgeber Alfred Zingler heiratete 1914 seine Margarethe. Ab 1916 lebte das Ehepaar in Tilsit. Am 20. Februar 1919 trat Zingler in die SPD ein. Nach 1923 zog das Paar nach Gelsenkirchen.

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