Swing-Abend

„Rat Pack“ im Musiktheater: Ein großes Herz für großen Swing

Gefeiert: Nigel David Casey (l., als Dean Martin), Tom Gaebel (Frank Sinatra) und Andreas Wolfram (r., Sammy Davis Jr.)  als jenes weltberühmte „Rat Pack“, das einst Las Vegas begeisterte. Bandleader war Rasmus Baumann

Foto: Martin Möller

Gefeiert: Nigel David Casey (l., als Dean Martin), Tom Gaebel (Frank Sinatra) und Andreas Wolfram (r., Sammy Davis Jr.) als jenes weltberühmte „Rat Pack“, das einst Las Vegas begeisterte. Bandleader war Rasmus Baumann Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen.   Ausverkauft und heftig umjubelt war die „Rat Pack“-Show im Musiktheater. Mutig trotzten die Musiker den Schreckensmeldungen aus Las Vegas.

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Vielleicht ist der Swing für Tage wie diesen erfunden worden. Die Welt blickt in Schockstarre auf Las Vegas und das Gemetzel am Mandalay-Bay-Hotel. Auf der Bühne dieses 3. Oktober am Kennedyplatz aber geht die Geschichte von Las Vegas anders. Sie erzählt vom Glück im Spiel, vom Pech in der Liebe. Sie lässt einem den Sound in die Beine fahren, aber sie jagt uns mit „My Way“ und „My funny valentine“ auch süße Gänsehaut über den Rücken.

Ein großes „Trotzalledem“

Mit anderen Worten: Das Musiktheater hat am Dienstag seine „Rat Pack Show“ ohne zögernden Blick auf die Nachrichtenlage wiederaufgenommen. Das war mutig und es war richtig. Vor allem aber war es ein großes, mit sehr viel Herz musiziertes „Trotzalledem“. Die Tausendschaft im ausverkauften Großen Haus jubelte.

„Darf ich mein Bier mit ‘rein nehmen?“ Sätze wie dieser erzählen zuverlässig davon, das die sinfonischen Entertainment-Programme von Generalmusikdirektor Rasmus Baumann aufgehen und Menschen locken, die sich mit „Rigoletto“ vielleicht schwer tun. Aber das ist nur eine von vielen Facetten einer grandiosen Performance, die mit Anke Sieloff, Nigel David Casey, Tom Gaebel und Andreas Wolfram vier begnadete Swing-Sänger im Gepäck hat.

Den Extra-Kick gibt den ohnehin nahezu konkurrenzlosen Perlen der U-Musik („Night & Day“, „Somethin’ stupid“), mit denen Dean Martin, Frank Sinatra und Sammy Davis Jr. einst den „Strip“ umgarnten, freilich das Riesenorchester. Eine Eskorte von Fagott bis Harfe für Songs von Cole Porter und Richard Rodgers dürfte selbst Ol’ Blue Eyes auf Entertainmentwolke sieben neidisch machen.

>>> Die weiteren Termine und der Kartenvorverkauf

  • Das „Rat Pack“ bringt das Musiktheater noch zwei weitere Male zum Swingen: Die nächsten Konzerte mit Musik des berühmten Trios erklingen am 15. Oktober um 18 Uhr und am 31. Oktober, 18 Uhr, im Großen Haus.

  • Wer mit dabei sein will, sollte sich sputen, die Karten sind sehr nachgefragt. Tickets gibt es an der Theaterkasse am Kennedyplatz und unter 4097-200. Alle Informationen auf:
    www.musiktheater-im-revier.de

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