Betrug

Falscher Microsoft-Mitarbeiter macht Beute in Gelsenkirchen

Rufen Sie im Verdachtsfall die Polizei an! (Symbolbild)

Rufen Sie im Verdachtsfall die Polizei an! (Symbolbild)

Foto: epd

Gelsenkirchen.  In Gelsenkirchen hat ein falscher Microsoft-Mitarbeiter mit seiner Masche Erfolg gehabt und Geld ergaunert. Polizei warnt vor weiteren Fällen.

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Immer wieder kommt es laut Polizei vor, dass Gelsenkirchener Bürger Anrufe von falschen Microsoft-Mitarbeitern erhalten. Jetzt gibt es wieder einen aktuellen Fall, der am Donnerstag aktenkundig wurde. Hier machte der Täter Beute.

Die Masche scheint immer dieselbe zu sein: Die Betrüger rufen aus dem Ausland an und geben sich als Mitarbeiter von Microsoft aus. Meistens sprechen sie nur gebrochen Deutsch oder Englisch. Die angeblichen Service-Techniker behaupten, der Rechner des Angerufenen sei von Viren befallen, die dringend entfernt werden müssten, oder es würde ein besonders wichtiges Sicherheitsupdate fehlen, das installiert werden müsse.

Betrugsmasche ist der Polizei seit Jahren bekannt

Dazu sollen die angeblich Betroffenen eine Fernwartungssoftware installieren, damit der Mitarbeiter die Schadsoftware vom Rechner entfernen könne. In Wirklichkeit wird der Zugriff, den das Opfer damit gewährt, ausgenutzt, um einen Trojaner auf den Rechner einzuschleusen.

Der Gipfel: Nicht selten stellen Hacker für ihre Dienste noch Geld in Rechnung und fragen Kreditkartendaten ab. Diese Betrugsmasche ist der Polizei seit Jahren bekannt. Und viele Gelsenkirchener haben deshalb in der Vergangenheit richtig gehandelt. Sie beendeten das Gespräch und informierten die Polizei.

61-Jähriger fiel auf Betrüger herein

Im letzten angezeigten Fall traten die Betrüger mit einer anderen Masche auf und hatten damit Erfolg. Ein 61-Jähriger erhielt auf seinem Bildschirm eine Mitteilung, dass der Rechner mit Viren und Schadsoftware befallen sei. Zur Beseitigung sollte er eine bestimmte Telefonnummer wählen. Dieses tat der Gelsenkirchener dann auch. Es meldete sich ein angeblicher Microsoft-Mitarbeiter. Der teilte seinem Opfer mit, dass die unerwünschten Programme nur mit einer Spezialsoftware zu entfernen seien, die Geld kosten würde. Bezahlen könne man mit Kreditkarte oder mittels Online-Bezahldienst. Der 61-Jährige nutzte den Bezahldienst und beglich die Summe. Die versprochene Spezialsoftware erhielt er nicht.

Die Polizei rechnet mit weiteren Versuchen im Stadtgebiet. Ein echter Mitarbeiter von Microsoft würde von sich aus niemals anrufen, eine Warnmitteilung auf einen Computer schicken oder eine Spezialsoftware zum Entfernen von Viren, Trojanern und anderen unerwünschten Programmen verkaufen. Zudem rät die Polizei, Fremden niemals Zugriff auf seine digitalen Endgeräte wie PC, Tablet oder Handy zu geben. Auch Passwörter, Kreditkartendaten oder Kontoverbindungen gehören nicht in fremde Hände.

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