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FC Schalke 04 steigt mit Facebook ins Social-Media-Zeitalter ein

Jetzt kommt der FC Schalke 04 auch auf Facebook groß raus. Foto: dapd

Jetzt kommt der FC Schalke 04 auch auf Facebook groß raus. Foto: dapd

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Gelsenkirchen.  Eine Facebook-Seite des FC Schalke 04 gab es lange nur von Fans. Der Verein hielt einen Auftritt für unnötig. Das Ende der digitalen Verweigerung kam mit dem Ende der Ära Magath/Dittrich. Schalke hat die Fan-Seite ist mittlerweile gekauft.

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Anders als die Fans hat der FC Schalke 04 die Facebook-Revolution bisher verschlafen. Wie kam es dazu, dass erst eine Seite auf Faninitiative entstehen musste, die letztlich zu so großem Erfolg mit über 307.000 Klick-Anhängern führte, dass der Verein sie abkaufte? Der Grund dafür ist laut Schalke-Pressesprecher Thomas Spiegel eine „völlig falsche strategische Entscheidung“ bezüglich Social Media, die 2009 von dem damaligen Direktor der Kommunikation Rolf Dittrich getroffen wurde.

Er sei der Ansicht gewesen, dass der FC Schalke keine sozialen Netzwerke brauche – das sahen die königsblauen Anhänger allerdings anders. „Die Fans waren der Meinung, dass der S04 einen Facebook-Auftritt braucht und haben selbst eine Seite entwickelt, die den Eindruck einer offiziellen Seite suggerierte“, so Spiegel.

Fans gestalteten Seite

In Bezug auf Dittrich erwähnt Spiegel auch die Absurdität seines Vorgehens. Immerhin sei es genau der selbe Mann gewesen, der von einem offiziellen Vereinsauftritt bei Facebook absah, gleichzeitig jedoch eine Fanseite für Felix Magath etablierte, der hier aus dem Nähkästchen plauderte.

Daher waren es die königsblauen Knappen, die dem Verein im größten sozialen Netzwerk ein Gesicht gaben. Nach dem Ende der Ära Magath/Dittrich Anfang 2011 hatten diejenigen im Verein, die hinsichtlich seiner Facebook-Weigerung anderer Meinung waren, endlich eine neue Handlungsmöglichkeit. Also traf man sich zu Gesprächen mit den Machern und einigte sich schnell – Facebook Seite gegen 50.000 Euro Spende.

"Schalke braucht Social Media"

Zwar hätte Schalke juristisch auf das Marken- und Namenrecht bestehen können, doch das wollte man nicht. „Bei Facebook und anderen sozialen Netzwerken gibt es Etiketten, die man berücksichtigen sollte, und das machen wir auch – denn Schalke braucht Social Media als einen Ort, wo Fans sich austauschen können“, so Spiegel. Der friedlichen Übernahme stand also nichts mehr im Wege und noch immer wird fleißig der „Gefällt mir“-Knopf von blauweißen Nutzern gedrückt.

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