Freibad-Test

Freibäder: Hier kann man in Gelsenkirchen baden gehen

Rutschen, Ballspielen, Schwimmen und Sonnen: An heißen Tagen zieht es bis zu 5000 Besucher ins Sport-Paradies in Gelsenkirchen.

Rutschen, Ballspielen, Schwimmen und Sonnen: An heißen Tagen zieht es bis zu 5000 Besucher ins Sport-Paradies in Gelsenkirchen.

Foto: Foto: Martin Möller / Funke Foto Services

Gelsenkirchen.  Anreise, Becken, Liegewiesen, Verpflegung: Das erwartet Besucher in den Gelsenkirchener Freibädern. Sport-Paradies und Revierpark im Bäder-Test.

Die Ferien sind eingeläutet und mit steigenden Temperaturen suchen viele Gelsenkirchener Erfrischung im kühlen Nass. Im Stadtgebiet locken gleich zwei Freibäder Schwimmer in die Fluten: Im Süden ist der Revierpark Nienhausen an der Feldmarkstraße die Adresse der Wahl, im Norden das Sport-Paradies an der Adenauerallee. Doch wo bekommen Badegäste mehr geboten? Wir haben den Bäder-Check gemacht.

Bevor es losgeht: Die Anreise

Badegäste, die mit dem Bus unterwegs sind, erreichen das Sport-Paradies über die gleichnamige Haltestelle mit den Linien 380 und 381 sowohl aus nördlicher als auch aus südlicher Richtung. Den Revierpark Nienhausen fährt die Straßenbahnlinie 107 aus Gelsenkirchen und Essen an. Die nach dem Park benannte Haltestelle befindet sich unmittelbar vor der Freibadtür.

Autofahrern stehen in der Feldmark auf vier Parkplätzen knapp 700 kostenlose Plätze zur Verfügung. Gäste des Sport-Paradieses nutzen sowohl das große Areal mit 350 Parkbuchten direkt vor dem Bad als auch das Parkplatz C2 der Veltins-Arena. Die Plätze sind hier ebenfalls kostenlos.

Das Wichtigste: Die Becken

Im Revierpark Nienhausen können kleine und große Schwimmer zwischen vier Becken wechseln: Wer eher sportlich unterwegs ist, kann im 50-Meter-Sportbecken Bahnen ziehen. Über ein Blockheizkraftwerk wird das Wasser dort auf angenehme 24 Grad erwärmt. Sportschwimmer kommen deshalb sogar bei kühleren Außentemperaturen zum Trainieren.

Besonders beliebt ist das Wellenbecken – es verspricht Seegang fast wie im Meer. Entspannt abkühlen können sich Sonnenanbeter im 680 Kubikmeter Wasser fassenden Nichtschwimmerbecken. Dort gibt es zusätzlich eine Wasserrutsche. Für die kleinsten Besucher steht ein Planschbecken bereit.

Das Sport-Paradies hält sogar fünf Becken vor: Neben dem 50-Meter-Sportbecken gibt es dort ebenfalls ein Nichtschwimmer- und ein Kinderbecken für kleine Badegäste. Ein geheiztes Ausschwimmbecken verbindet das Hallenbad ganzjährig mit dem Freibadbereich. Der fünfte Pool bietet eine Attraktion, die es im Revierpark nicht gibt: Das Becken verfügt über einen großen Sprungturm. Mutige können sich dort aus zehn Metern Höhe ins Nass stürzen. Durch Fenster in der Beckenwand ist zu sehen, wie die Springer ins Wasser eintauchen – erinnert ein wenig an den Blick in ein riesiges Aquarium. Viele Fans hat außerdem der 100 Meter lange Wildwasserkanal.

Liegeflächen und Unterhaltungsangebot

Auf den insgesamt vier Hektar Gesamtfläche im Revierpark können an heißen Tagen bis zu 3000 Gäste ihre Handtücher ausbreiten und Schirme aufspannen. Bäume spenden stellenweise sogar Schatten auf den Liegewiesen. Und wem Wassersport allein nicht ausreicht, der kann sich auf dem Fußball- und Volleyballfeld im hinteren Bereich des Geländes austoben. Bälle müssen selbst mitgebracht werden, Schwimmtiere übrigens auch.

Zahlreiche Sportmöglichkeiten gibt es, wie der Name schon andeutet, auch im Sport-Paradies. Neben Fußballtoren und Volleyballnetzen stehen dort Torwand und Basketballkörbe bereit. Für Spielgerät müssen Besucher auch hier selbst sorgen. Entspannt gesonnt werden kann sich auf den großzügigen Liegewiesen. Bis zu 5000 Menschen haben dort Platz, Schatten spenden an einigen Stellen Bäume.

Weil Schwimmen hungrig macht: Der Imbiss

Das kennt wohl jeder: Wassersport macht hungrig. Deshalb bieten in beiden Bädern Imbisse ortstypische Imbiss-Dauerbrenner an. Die Portion Currywurst mit Pommes gibt es im Revierpark Nienhausen für 5,50 Euro, im Sport-Paradies ist sie 20 Cent teurer. Der „Bademeisterteller“, wie Nienhausen-Wirt Claudio Di Pasquale ihn nennt, geht bei ihm am besten. Zu kaufen gibt es ihn entweder an dem Imbissstand an den Liegewiesen oder im Restaurant im Innenbereich. Dort ist das Speisenangebot etwas größer als draußen: Hotdogs, Nudelgerichte, Burger und Gyros gibt es dort in kleinen Boxen – ideal zum Mitnehmen. Dazu gibt es eine kleine Flasche Wasser ab einen Euro.

Der Imbissangebot im Sport-Paradies beschränkt sich auf Pommesbuden-Klassiker. An der von Emschertainment betriebenen Versorgungsoase gibt es sowohl eine Ausgabe für Freibadbesucher als auch eine für Gäste des Hallenbadbereichs – mit separaten Sitzmöglichkeiten. Eine kleine Portion goldgelber Fritten kostet hier 2,30 Euro.

Kostenpunkt: Das Preis-Leistungs-Verhältnis

Für 5 Euro können Erwachsene sich im gesamten Freibadbereich des Revierparks Nienhausen erholen, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zahlen 3,50 Euro. Außer sie sind kleiner als einen Meter, dann ist der Eintritt frei. Zusätzlich verkauft das Bad Saisonkarten (100 €/ Erw.).

Etwas teurer ist es im Sport-Paradies: An Wochentagen zahlen Erwachsene neun Euro, Kinder zwischen drei und 14 Jahren 4,70 Euro. An Wochenenden und Feiertagen werden 10 beziehungsweise 6 Euro fällig. Kinder unter drei Jahren planschen gratis. Dafür kann nicht nur der Außenbereich genutzt werden, Schwimmer haben auch Zutritt zum Hallenbad mit Wellenbecken, Erlebnisrutsche und Hängebrücke.

In den Sommerferien finden Mitmachaktionen wie Mitmachzirkus, Kneeboarding oder Wasserspiele im Freibad statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Außerdem können Schüler und Studenten mit dem Ferienangebot für 28 Euro so oft schwimmen, wie sie es in den Sommerferien schaffen.

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben