Ausbildungsmarkt

Gelsenkirchen: Berufsberatung findet nun digital statt

In Gelsenkirchen gibt es aktuell 849 Bewerber und 684 unbesetzte Stellen auf dem Ausbildungsmarkt.

In Gelsenkirchen gibt es aktuell 849 Bewerber und 684 unbesetzte Stellen auf dem Ausbildungsmarkt.

Foto: Olaf Ziegler / Funke Foto Services GmbH

Gelsenkirchen.  Corona beeinflusst auch den Ausbildungsmarkt in Gelsenkirchen. Jugendliche können sich digital über Angebote informieren. So läuft das Ganze ab.

Die Corona-Pandemie hat Auswirkungen auf verschiedene Bereiche - wie auch den Ausbildungsmarkt. Wie ein Sprecher der Regionalpressestelle Ruhrgebiet-West der Bundesagentur für Arbeit auf Nachfrage mitteilte, gebe es derzeit in Gelsenkirchen 849 Bewerber und 684 unbesetzte Stellen.

Arbeitsagentur, Industrie- und Handelskammer sowie Handwerkskammer unterstützen nun Betriebe und Ausbildungssuchende mit unterschiedlichen Beratungsangeboten für den richtigen Job.

Gelsenkirchen: Arbeitsagentur steht für Fragen telefonisch zur Verfügung

Normalerweise seien jetzt Berufsberater in den Abschlussklassen der Schulen unterwegs, berichtet Frank Thiemann, seit : „Aber auch in der aktuellen Krise gibt es noch viele interessante Ausbildungsangebote in fast allen Ausbildungsberufen. Die Experten der Berufsberatung stehen Jugendlichen, die noch nicht wissen, wie es nach der Schule weitergeht, telefonisch und online mit Rat und Tat zur Seite und geben wertvolle Tipps, wie der Start ins Berufsleben in der derzeitigen Ausnahmesituation trotzdem gut gelingen kann.“

Gleichzeitig, so Thiemann, stehe man auch mit den Partnern am Ausbildungsmarkt und den lokalen Betrieben in einem engen Austausch: „Damit es gelingt, dass Betriebe und Bewerber auch in der aktuell herausfordernden Situation zusammenkommen, bietet unser Arbeitgeber-Service individuelle Lösungsstrategien für jedes Unternehmen.“

Viele Handwerksbetriebe warten auf Auszubildende

Auch das Team der Ausbildungsvermittlung der Handwerkskammer Münster steht Jugendlichen für Zukunftsfragen zur Verfügung. „Wir freuen uns auf viele Mails, Anrufe und Video-Chats mit jungen Leuten, die noch eine passende Stelle suchen", sagt Carsten Haack, Abteilungsleiter Nachwuchsförderung. Es gebe noch viele Handwerksbetriebe, die auf Bewerbungen warten: „Da geht noch eine Menge."

Carsten Taudt, Bildungsexperte der IHK Nord Westfalen, ist sich sicher, dass sich an der allgemeinen Fachkräftesituation durch Corona erst mal nichts geändert habe: „Betriebe brauchen und suchen den Nachwuchs. Schon deswegen wird Ausbildung 2020 stattfinden.“ Man tue im Augenblick alles, dass der abgebrochene Kontakt zwischen Ausbildungsbetrieb und Bewerbern wieder zustande kommt. Sei es per Email, Anruf oder Videochat.

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