Betreuung

Gelsenkirchen hat mehr Kitaplätze als NRW-Statistik zeigt

Auch an der Schulstraße ist ein Kitaneubau entstanden. Doch die Kinderzahl in Gelsenkirchen steigt schneller, als die Baumaßnahmen vorankommen können.

Auch an der Schulstraße ist ein Kitaneubau entstanden. Doch die Kinderzahl in Gelsenkirchen steigt schneller, als die Baumaßnahmen vorankommen können.

Foto: Olaf Fuhrmann / Funke Foto Services GmbH

Gelsenkirchen.  Die Versorgung mit Kitaplätzen ist in Gelsenkirchen nicht gut, aber besser, als die Landesstatistik glauben lässt. 550 neue Plätze sind im Bau.

In Gelsenkirchen wie nahezu überall in der Region fehlen Kitaplätze. So viele, wie die jüngste Statistik von IT NRW glauben lässt, die mit Zahlen vom März 2019 operiert, sind es allerdings nicht, wie Bildungsdezernentin Annette Berg auf Nachfrage versichert. In der Statistik ist die Rede von einer Betreuungsquote von 18 Prozent für Kinder unter drei Jahren in der Stadt. 1486 Plätze für 8018 Kinder sollen es sein, wobei ein Anstieg der Kinderzahlen gegenüber dem Vorjahr in der Altersgruppe um 1,8 Prozent registriert ist.

25 stark 18 Prozent Versorgungsquote für unter Dreijährige

Die aktuelle Statistik der Stadt Gelsenkirchen nach Start ins neue Kindergartenjahr im August spricht von einer Versorgungsquote für unter Dreijährige von mehr als 25 Prozent. Vorgeschrieben sind allerdings Plätze für 36 Prozent der Kinder unter drei Jahren. Eine starke Diskrepanz – auch aufgrund der Alterserfassung und Zuordnung laut Berg – gibt es bei den über Dreijährigen. IT NRW spricht von 85,5 Prozent Versorgung, die Gelsenkirchener Liste von 89 Prozent.

447 Kinder waren im Juni unversorgt

Konkret waren im Juni noch 447 Kinder, für die ein Betreuungsplatz in Gelsenkirchen beantragt worden war, unversorgt. „Davon haben wir die allermeisten, mehr als 80 Prozent, mittlerweile versorgen können“, betont die Dezernentin. Bis zum Jahr 2020 werde Gelsenkirchen zudem 555 weitere Kitaplätze schaffen, die Baumaßnahmen liefen bereits, um die Versorgungsdichte zu verbessern. 250 zusätzliche Plätze seien bereits allein seit dem Vorjahr geschaffen worden. Den Klageweg auf Versorgung habe bislang in Gelsenkirchen noch kein Elternteil beschritten. Man bleibe im Gespräch und bemüht.

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