Ausstellung

Gelsenkirchener Künstler spielen mit dem Element Feuer

Die Künstler Cordula Stein, Christian Hardick, Tatjana Blank, Susanne Olbrich-Hantzschk, Arnhild Koppel, Christel Zibert, Monika Stolarczyk-Salchian und Christel Klarhöfer (v.l.) in der aktuellen Ausstellung „Pforten zum Feuer“ beim Bund Gelsenkirchener Künstler.

Foto: Michael Korte

Die Künstler Cordula Stein, Christian Hardick, Tatjana Blank, Susanne Olbrich-Hantzschk, Arnhild Koppel, Christel Zibert, Monika Stolarczyk-Salchian und Christel Klarhöfer (v.l.) in der aktuellen Ausstellung „Pforten zum Feuer“ beim Bund Gelsenkirchener Künstler. Foto: Michael Korte

Gelsenkirchen.   Mitglieder des Bundes Gelsenkirchener Künstler geben im Domizil an der Bergmannstraße Einblicke in die „Pforten des Feuers“ – heiß und rot.

Sie alle brennen für die Kunst. Diesmal sogar im wahrsten Sinne des Wortes. Die Mitglieder des Bundes Gelsenkirchener Künstler setzen sich in ihrer aktuellen Ausstellung im Domizil an der Ückendorfer Bergmannstraße in sehr unterschiedlichen Positionen mit dem Element Feuer auseinander. Zehn Künstlerinnen und Künstler stellen ihre flammenden Statements unter dem Titel „Pforten zum Feuer“ aus.

Kein Wunder, dass in diesen Tagen die Farbe Rot die Ausstellungsräume dominiert. Auf unterschiedlichen Wegen nähern sich die BGK-Mitglieder dem Mysterium Feuer. In den vorangegangen Gruppenausstellungen setzten sie sich mit dem Wasser und der Erde auseinander.

Arbeit von Christian Hardick mit dem Phönix. Michael Korte left Monika Stolarczyk-Salehian zum Beispiel setzt sich malerisch und fotografisch mit dem Feuer auseinander. Mit der Kamera hielt sie Waldbrände oder Feuerlöscher fest, in einer Installation erinnert sie an „Die unbekannte Näherin“.

Glühende und lodernde Farben

Christel Zibert lässt in ihrer Installation aus Recycling-Material Flammen in die Höhe lodern und fast ein weiteres Objekt unter der Decke berühren. Auch Zibert zeigt noch eine malerische Arbeit voll unterschiedlicher Rottöne mit dem Titel „Magma und Flügelschlag“.

Wie ein Phönix aus der Asche taucht der Vogel auf der kreisrunden Arbeit von Christian Hardick auf. Hardick beschreibt seine Idee so: „Ich stelle einen sich im Feuer verjüngenden Vogel der altägyptischen Sage dar, der zum Symbol der ewigen Erneuerung und zum christlichen Sinnbild der Auferstehung wurde.“ Über 150 000 schwarze und goldene Kügelchen geben der Arbeit den optisch vibrierenden Glanz.

Energie des Feuers in Bilderwelten

Christel Klarhöfer zeigt mit „Orkan“ eine Arbeit in gelb und rot glühenden, lodernden Tönen. Die Energie des Feuers setzt auch Tatjana Blank in pointierte Bilderwelten um. Cor Stein Makro-Fotografie präsentiert ein derart vergrößertes Pflanzenmotiv, das nur noch die prallen Farben wie eine Explosion übrig bleiben. „Mit Licht und Farben schreiben“, sagt sie, „ist mein innerstes Ausdrucksmittel.“

Susanne Olbrich-Hantzschk thematisiert in ihrer großformatigen Malerei die Glut der Liebe und die Kraft eines Vulkans: „Das sind einfach die Ur-Energien.“ Arnild Koppels mehrteilige Installation trägt den Titel „Grubengold“. Steinkohlestücke in Gold symbolisieren dabei den Zusammenhalt unter den Bergleuten, goldene Flammenzungen die Wärme.

Wolfgang Brecklinghaus ist mit einer Objekt-Collage vertreten und Annegret Reichmann mit einer informellen, in Rottönen leuchtenden Malerei.Die nächste Gruppenausstellung des Künstlerbundes wird sich übrigens einem fast unsichtbaren Motiv widmen – der Luft. Man darf gespannt sein!

>>>Ausstellung und Kunstcafé

Die Ausstellung „Pforten des Feuers“ ist bis zum 4. August im Domizil an der Bergmannstraße 53 in Ückendorf zu sehen. Zehn Mitglieder des Künstlerbundes stellen hier ihre Werke aus. Geöffnet samstags 14 bis 17 Uhr.

Am 30. Juni gibt es hier um 15 Uhr im Kunstcafé eine szenische Lesung mit Verena Liebers und Christian Hardick.

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