Weihnachtsmarkt

Gesund satt werden im Gelsenkirchener Weihnachtsdorf

Florian Naroda mit einer seiner Räucherforellen aus dem eigenen Betrieb in Schermbeck. Zu finden ist er derzeit am Preuteplatz in Gelsenkirchen.

Florian Naroda mit einer seiner Räucherforellen aus dem eigenen Betrieb in Schermbeck. Zu finden ist er derzeit am Preuteplatz in Gelsenkirchen.

Foto: Olaf Ziegler

Gelsenkirchen.   Auch im Gelsenkirchener Weihnachtsdorf können Besucher gesund satt werden. Wir verraten, wie und wo das funktionieren kann.

Über den Weihnachtsmarkt bummeln, um gesunde Leckereien zu finden? Klingt wie eine Idee für Menschen, die sich gern quälen. Hier der Selbstversuch, Start am Bahnhofsvorplatz. Vorbei an den Pommes Mayo zu „Rene’s Backkartoffel“, nur echt mit dem falschen Genetiv-Apostroph. Aber die Kartoffel geht laut Ernährungsmediziner ja wohl in Ordnung, zumal mit Quark oder Shrimps oder Kräutern. Wäre also ein guter Start. Vorbei an den Hustenbonbons mit Kräutern; naja, vermutlich mehr Zucker als Kräuter, also lieber nicht.

Churros, die Fettorgie pur – Augen zu und weiter, auch bei den holländischen Pommes, die allzu verführerisch duften. Räucherforellen am Preuteplatz: Fettig, aber irgendwie auch gesund, und erstmal der Matjes. Blöd, dass ich den nicht mag. Es folgt ein sehr weiter Bogen um die Mandelbrennerei, die Krakauer und den Schwenkbraten, „Gerd’s Waffel“ (jaja, der Apostroph), Crèpes und die Rostbratwurst (von Ulrich). Angekommen am Neumarkt ist zwar viel Wasser im Mund zusammengelaufen. Den Durst löscht das aber nicht.

Fett in Hochpotenz, aber mit einem Duft...

Also in der „Krippenschenke“ schauen, was der Ernährungsmediziner erlauben könnte. Ein Glas Wasser, dagegen dürfte nichts einzuwenden sein. Zumal ich ein paar Kalorien vom Bahnhof bis hierhin durchs Laufen verbraucht habe. Naja, vielleicht fünf.

Im Weihnachtsdorf lockt der „Mandelzauber“ mit Paradies-Äpfeln den süßen Zahn, dem der harte Zuckerguss ordentlich zu schaffen machen dürfte. Gegenüber brät Alex (behauptet das Schild) Fett in Hochpotenz mit Reibekuchen, daneben gibt es „Schalke’s (!) Fisch“. Der ist zwar nicht königsblau, sieht aber gut aus. Und es gibt auf Wunsch gar richtigen Blattsalat! Wenn das nicht gesund ist, wahlweise mit Lachsschnitzen oder Thunfisch. Da lacht das Medizinerherz.

Soulfood, mal mit, mal ohne Sündenfaktor

Weiter zur „Nutstop“-Weihnachtshütte. Hier frohlocken zwar auch jede Menge Nüsse im hüftgoldträchtigen Zuckergewand, aber eben auch pure Walnüsse und Cashewkerne, ungesalzen und ungeröstet. Gesünder geht’s nicht. Nicht gerade günstig, aber gesund, lecker und Nervennahrung. Das muss genutzt werden. Zwei Büdchen weiter bietet „Panini“ neben den Weißbrötchen mit gehaltvollem Innenleben täglich wechselnde Eintöpfe – mit wechselnder Kalorienbilanz. „Aber alles Soulfood“, verspricht der Koch. Ja dann. . .

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