Kommentar

Knöllchen-Ärger – Abzocke oder Dienst für Anwohner?

Steffen Gaux, Leiter der WAZ-Redaktion Gelsenkirchen.  

Steffen Gaux, Leiter der WAZ-Redaktion Gelsenkirchen.  

Foto: Kai Kitschenberg / FFS

Wie soll die Stadt mit Falschparkern bei Konzerten umgehen? Ist es Abzocke, wenn sie durchgreift? Oder im Sinne der Anwohner? Ein Kommentar.

Es ist schon ein Dilemma für die Stadt: Schreibt sie bei solch einer Gelegenheit zigfach Knöllchen, setzt sie sich dem Vorwurf der Abzocke aus. Macht sie nichts, schimpfen die Anwohner über die unhaltbaren Zustände. Man könnte von einer klassischen Lose-lose-Situation sprechen.

Anwohner sind auf Unterstützung der Stadt angewiesen

Der Punkt ist aber der: Der Falschparker hält sein Schicksal in den eigenen Händen. Er muss nämlich nicht falsch parken. Auch ein nicht vorhandener Parkplatz zwingt ihn letztlich nicht dazu. Der Anwohner ist den Falschparkern hingegen hilflos ausgeliefert. Er ist auf die Unterstützung der Stadt angewiesen.

Natürlich ist der Verweis auf den ÖPNV schnell gemacht, aber nicht für jeden das Allheilmittel gegen den Frust bei der Parkplatzsuche. Insofern ist die Idee mit dem Shuttle-Service keine schlechte. Bleibt zu hoffen, dass sie tatsächlich zeitnah umgesetzt wird.

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