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Königswiese ade: Post in Buer zieht an die Hochstraße

In das Gebäude Hochstraße 15 mitten in der Bueraner Fußgängerzone wollen die Deutsche Post und die Postbank ziehen. Geplanter Eröffnungstermin: März 2020. Der derzeit dort angesiedelte „Euroshop“ muss im Dezember weichen.

In das Gebäude Hochstraße 15 mitten in der Bueraner Fußgängerzone wollen die Deutsche Post und die Postbank ziehen. Geplanter Eröffnungstermin: März 2020. Der derzeit dort angesiedelte „Euroshop“ muss im Dezember weichen.

Foto: Lutz von Staegmann / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen-Buer.  Post und Postbank in Gelsenkirchen-Buer sind ab März 2020 an der Hochstraße 15 zu finden. Gute Entwicklung der Leerstandsquote in der City.

Das Geheimnis ist gelüftet: Die Deutsche Post und die Postbank werden ihren neuen Standort in Buer auf der Hochstraße 15 aufschlagen. Der Umzug von der bisherigen Immobilie an der Königswiese 1 direkt hinein in die Bueraner Fußgängerzone soll laut Postbank-Sprecherin Hildegard Hösselbarth spätestens im März 2020 erfolgen.

„Wir freuen uns, dass wir den Vertrag nun unterzeichnet haben und uns damit einen attraktiven Standort sichern konnten“, sagte Hösselbarth bei der Pressekonferenz am Freitagnachmittag in den Räumlichkeiten der Volksbank Immobilien. Diese hatte die Verhandlungen zwischen der Post und Diether Tiemann, dem Eigentümer des Hauses, federführend begleitet. „Das ist die beste Lage in Buer und sorgt für eine Attraktivitätssteigerung in der buerschen Innenstadt“, freute sich auch Frank Purrnhagen, der Geschäftsführer der Volksbank Immobilien.

Wirtschaftsförderung und Volksbank begleiteten die Vertragsverhandlungen

Auch die städtische Wirtschaftsförderung nahm bei den Gesprächen über den Mietvertrag zwischen Eigentümer und Post eine wichtige Vermittlerrolle ein – in Person von Abteilungsleiter Bernd Gebert.

Die nun getroffene Lösung sei ein Gewinn für die Kunden und die gesamte City in Buer, betonte Stadtrat und Wirtschaftsdezernent Christopher Schmitt. Er fügte hinzu, dass dieser Umzug zu einer weiteren Erhöhung der Publikumsfrequenz führen werde. Zum einen auf der Hochstraße, wo der Haupteingang der Post geplant ist, aber auch auf dem Springemarkt, wo es einen zweiten Zugang geben wird. Somit gibt es künftig eine weitere direkte Verbindung zwischen Hochstraße und Springemarkt.

Wirtschaftsdezernent bewertet Entwicklung in Buer positiv

Schmitt sieht die Entwicklung in Buer insgesamt positiv. „Zwischen Mai 2018 und Juni 2019 ist die Leerstandsquote dort von 13,5 auf 8,8 Prozent zurückgegangen“, so Schmitt. Damit verändere sich die Situation gegen den bundesweiten Trend: In zahlreichen anderen Fußgängerzonen der Republik wächst die Leerstandsquote seit Jahren beständig.

Die 500 Quadratmeter große Gewerbefläche wird derzeit von einem Euroshop belegt. Dieser hatte dort im Jahr 2017 seine Pforten geöffnet – und zwar als Untermieter des eigentlichen Mieters „dm – Drogeriemarkt“. Letzterer war seit 1986 an der Hochstraße 15 untergebracht, berichtete Diether Tiemann. Bei dieser Immobilie handelt es sich um das Stammhaus seiner Familie. Deswegen habe es ihm auch am Herzen gelegen, dass eine gute Nachfolgelösung gefunden wird.

„Euroshop“ ist ein Untermieter von „dm – Drogeriemarkt“

Der Vertrag als Untermieter endet für den Euroshop am 15. Dezember. Die Post wird danach diverse Umbauarbeiten vornehmen, will damit aber spätestens im März 2020 fertig sein. Sollte es zu Verzögerungen kommen, könnte der jetzige Standort an der Königswiese zumindest noch bis Ende April genutzt werden, so die Postbank-Sprecherin. Für die Post stellt der Umzug eine Vergrößerung des räumlichen Angebots dar. Künftig sollen sich laut Hösselbarth 14 Mitarbeiter um die Betreuung der Kunden widmen.

Wie die Nachfolgenutzung für die bisherige Immobilie an der Königswiese aussieht, konnten die Vertreter der Wirtschaftsförderung noch nicht sagen. Man sein noch in Verhandlungen, hieß es. Die Anfang August bekannt gewordenen Pläne, dort betreutes Senioren-Wohnen anzubieten, waren nicht überall auf Gegenliebe gestoßen. Der Eigentümer hat sich bislang öffentlich noch nicht erklärt.

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