Landschaftsverband

LWL gab 2018 über 140 Millionen Euro in Gelsenkirchen aus

Die Gklückauf-Schule in Ückendorf wird ebenfalls vom Landschaftsverband LWL getragen. Schuldezernentin Annette Berg  (Mitte) besuchte die Schule, um den Viertklässlern ein Übergangskit zu überreichen.

Die Gklückauf-Schule in Ückendorf wird ebenfalls vom Landschaftsverband LWL getragen. Schuldezernentin Annette Berg (Mitte) besuchte die Schule, um den Viertklässlern ein Übergangskit zu überreichen.

Foto: Olaf Ziegler / Funke Foto Services GmbH

Gelsenkirchen.  Der Landschaftsverband hat 2018 in Gelsenkirchen 144,3 Millionen Euro ausgegeben – vor allem für Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen.

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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat im Jahr 2018 nach eigenen Angaben rund 144,3 Millionen Euro (2017: 142,2 Millionen) in Gelsenkirchen ausgegeben. Die Stadt Gelsenkirchen als LWL-Mitglied zahlte im selben Jahr insgesamt einen Beitrag von rund 90,9 Millionen Euro (2017: 89,3 Millionen) an den Kommunalverband. Die Differenz zwischen Ausgaben und Einzahlung stammt im Wesentlichen aus zusätzlichen Bundes- und Landesmitteln. Das erklärten jetzt die in der LWL-Landschaftsversammlung vertretenen Abgeordneten aus Gelsenkirchen Klaus Hermandung (CDU), Lutz Dworzak (SPD), Dieter Gebhard (SPD) und Manfred Leichtweis (SPD).

LWL unterstützt behinderte und pflegebedürftige Menschen

Mit dem größten Teil des Geldes unterstützte der LWL behinderte und pflegebedürftige Menschen. Insgesamt flossen 89,9 Millionen Euro (2017: 83,1 Millionen) in diese sozialen Aufgaben nach Gelsenkirchen. „Menschen mit Behinderung sollen durch die finanzielle Unterstützung möglichst gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, wie es das neue Bundesteilhabegesetz fordert“, heißt es in einer Erklärung der Abgeordneten.

Zu einem normalen Leben gehöre auch das Wohnen in den eigenen vier Wänden, so die Abgeordneten weiter. Der LWL fördere daher das Ambulant Betreute Wohnen als Alternative zum Leben im Wohnheim. Im vergangenen Jahr unterstützte der Kommunalverband 823 Menschen in Gelsenkirchen (2017: 808) dabei, allein oder mit anderen in der eigenen Wohnung leben zu können. 2018 zahlte der Verband in Gelsenkirchen für 807 Wohnheimplätze (2017: 822). Außerdem finanzierte der LWL 1113 Arbeitsplätze in Werkstätten für Menschen mit wesentlicher Behinderung (2017: 1129).

Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung

Betriebe, die – gemessen an ihrer Mitarbeiterzahl – zu wenige schwerbehinderte Menschen beschäftigen, entrichten eine Ausgleichsabgabe. Aus diesen Mitteln investierte das LWL-Inklusionsamt Arbeit im vergangenen Haushaltsjahr 2,3 Millionen Euro (2017: 2,2 Millionen), um Menschen mit Behinderung ins Arbeitsleben zu integrieren, ihren Arbeitsplatz den eigenen Bedürfnissen entsprechend anzupassen oder zu erhalten.

260 Kinder mit Behinderungen aus Gelsenkirchen (2017: 251) besuchten 2018 einen Förderschulkindergarten oder eine Förderschule des LWL. Rund 1,6 Millionen Euro (2017: 1,8 Millionen) zahlte der Landschaftsverband dafür, dass 230 behinderte Kinder (2017: 241) zusammen mit Gleichaltrigen ohne Behinderung eine von 72 Regel-Kindertageseinrichtungen (2017: 81) besuchen konnten.

Drei Millionen Euro Entschädigungsleistungen

An Entschädigungsleistungen zahlte das LWL-Amt für Soziales Entschädigungsrecht 2018 etwa 3 Millionen Euro (2017: 3,5 Millionen). Zu den Leistungsempfängern gehörten unter anderem Kriegsopfer und Hinterbliebene.

In Gelsenkirchen arbeiteten im vergangenen Haushaltsjahr 29 Menschen im Dienste des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (2017: 26), unter anderem in den LWL-Förderschulen.

Ab 2020 ändern sich durch das neue Bundesteilhabegesetz Regeln und Zuständigkeiten. Der LWL bietet ausführliche Informationen dazu im Internet (http://www.bthg2020.lwl.org) und am Telefon ( ) an.

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