Nahverkehr

Neue Buslinie 388 verbindet Feldmark und Rotthausen

OB Frank Baranowski, Tobias Zobel (Referat Verkehr der Stadt), Richard Jan Ziolkowski (Bogestra) und Bogestra-Vorstand Jörg Filter (von links) freuen sich über die neue Buslinie 388.

OB Frank Baranowski, Tobias Zobel (Referat Verkehr der Stadt), Richard Jan Ziolkowski (Bogestra) und Bogestra-Vorstand Jörg Filter (von links) freuen sich über die neue Buslinie 388.

Foto: Olaf Ziegler / Funke Foto Services GmbH

Gelsenkirchen.  In Gelsenkirchen gibt es ab dem 1. Juli eine direkte Busverbindung zwischen Rotthausen und Feldmark. Eine dreijährige Testphase ist geplant.

Von der Feldmark nach Rotthausen oder umgekehrt zu fahren, ist bislang zumindest mit dem öffentlichen Nahverkehr eine mühselige Angelegenheit. Eine Direktverbindung gibt es nicht. Kein Wunder, dass viele Menschen bei dieser Route doch lieber ins Auto steigen. Ab dem 1. Juli soll sich das ändern. Dann wird die Bogestra nämlich die neue Buslinie 388 einführen, die eben jene beiden Stadtteile miteinander verbindet.

Testphase für drei Jahre

„Wer die Mobilität zukunftsorientiert gestalten will, muss die Bedürfnisse der Nutzer im Blick haben“, sagt OB Frank Baranowski am Mittwoch während der ersten Probefahrt auf der neuen Linie. Denn der Wunsch nach einer direkten Verbindung zwischen Feldmark und Rotthausen kam mehrfach von Seiten der Bürger auf.

Jetzt muss die Linie nur noch genutzt werden. Zunächst ist eine dreijährige Testphase geplant, in der beobachtet wird, ob sich die Errichtung für Stadt und Bogestra auch wirklich rentiert. „Natürlich kostet die Linie zusätzliches Geld, das nur gerechtfertigt werden kann, wenn sie genutzt wird“, so Baranowski. Jährlich investiert die Stadt 170.000 Euro in die neue

388.

Linie fährt 20 Haltestellen ab

Die Linie startet am Hauptbahnhof und endet am Marienhospital in Ückendorf. Auf der rund 30-minütigen, acht Kilometer langen Strecke werden insgesamt 20 Haltestellen abgefahren. Sie verläuft unter anderem über die Hans-Böckler-Allee, Schwarzmühlenstraße, Schonnebecker Straße, Mechtenbergstraße und Haus Leithe (genauer Streckenplan siehe Grafik). Der Bereich Hördeweg wird mit einer neuen Haltestelle erschlossen.

„Konkret verkürzt sich mit der Verbindung das bisher nötige Umsteigen am Hauptbahnhof“, betont Bogestra-Vorstand Jörg Filter. Die neue Linie verkürzt zudem auch Wege zu Ärzten und Einkaufsmöglichkeiten.

30-Minuten-Takt

Die Linie verkehrt im 30-Minuten-Takt. Montags bis samstags rollt der Bus um 5.47 Uhr am Hauptbahnhof zum ersten Mal los, in die entgegengesetzte Richtung geht es am Marienhospital um 6.16 Uhr los. Betriebsende ist um 20.14 Uhr. An Sonn- und Feiertagen startet die 388 um 11.14 Uhr am Hbf, um 11.12 Uhr am Marienhospital und fährt schließlich bis zum 20.10 Uhr. Zusätzliche Busse bedeuten auch zusätzliches Personal. „Bis Ende des Jahres werden wir 125 neue Kollegen einstellen“, bestätigt Jörg Filter. Die Zahl bezieht sich allerdings auf das gesamte Betriebsgebiet der Bogestra. 75 seien bereits eingestellt, 50 weitere sollen folgen. Auch sie sollen in Zukunft dafür sorgen, dass es zwischen Feldmark und Rotthausen heißt: „Alle einsteigen bitte!“

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