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Ranking: Gelsenkirchener mit Mobilität relativ zufrieden

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Verkehr auf der Cranger Straße: Sowohl Autofahrer als auch ÖPNV-Nutzer sind in Gelsenkirchen insgesamt eher zufrieden als unzufrieden.

Verkehr auf der Cranger Straße: Sowohl Autofahrer als auch ÖPNV-Nutzer sind in Gelsenkirchen insgesamt eher zufrieden als unzufrieden.

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen  Gelsenkirchen landet im ADAC-Mobilitätsvergleich im Mittelfeld. Was Auto- und Radfahrer, Fußgänger und ÖPNV-Nutzer loben und tadeln.

Mal kein Schlusslicht im Städteranking - sondern im Mittelfeld: Die Bürger und Einwohner in Gelsenkirchen sind mit ihrer Mobilität relativ zufrieden. Zu diesem Ergebnis kommt der neueste ADAC-Monitor „Mobil in der Stadt“, der 29 mittelgroße Städte unter 500.000 Einwohnern verglichen hat.

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Gelsenkirchen liegt mit einem Gesamtindex von +16 in dem Ranking auf Platz 20. Der ADAC-Indexwert gibt an, wie sehr die zufriedenen Verkehrsteilnehmer die unzufriedenen überwiegen. Bei einem Wert von null wären gleich viel Menschen zufrieden bzw. unzufrieden.

Was die Autofahrer in Gelsenkirchen vor allem kritisierne

Bei allen untersuchten Verkehrsarten gibt es in Gelsenkirchen mehr zufriedene als unzufriedene Nutzer. Am besten schneidet die Stadt bei den Fußgängern ab (+ 32), gefolgt von ÖPNV-Nutzern (+ 19) und Radfahrern (+ 10). Die meisten kritischen Töne gibt es unter den Autofahrern (+ 3). Damit liegt Gelsenkirchen in dieser Teilkategorie aber immer noch auf dem elften Platz.

Autofahrer kritisieren in Gelsenkirchen vor allem das Baustellenmanagement (- 11), das Verhalten von Radfahrern (- 10) und anderen Autofahrern (-10) und den Straßenzustand (-10). Auch mit dem Parkraumangebot (- 8) und der Höhe der Parkgebühren (- 6) sind mehr Autofahrer unzufrieden als zufrieden. Positiver sehen sie die Wegweisung an den Straßen (+ 33), die Beschilderung der Parkmöglichkeiten (+ 18), das Auftreten von Staus (+ 13) und die Straßeninfrastruktur (+ 13).

Radfahrer bewerten (- 3) und den Zustand der Radwege (- 2) kritisch. Zufriedener sind sie mit der Zuverlässigkeit, ihr Ziel in der geplanten Zeit zu erreichen (+ 30) oder den direkten Wegen zu Zielerreichung (+ 25).

ÖPNV-Nutzer loben Beschilderung, Fußgänger die Erreichbarkeit

Unter den ÖPNV-Nutzern überwiegt bei allen Kategorien der Anteil zufriedener Einwohner und Pendler, besonders in punkto Länge der Wege beim Umsteigen (+ 36), Beschilderung in Bahnhöfen (+ 36) und Dichte der Haltestellen (+ 35).

Fußgänger äußern sich in Gelsenkirchen vermehrt negativ über die Sitzmöglichkeiten entlang der Gehwege (- 14) und das Verhalten von Radfahrern (- 4). Am positivsten nehmen sie die direkten Wege zur Erreichbarkeit ihrer Ziele (+ 44) und die Breite der Gehwege (+ 43) wahr.

Münster schneidet am besten ab

„Die Ergebnisse liefern der Stadt Anregungen für , um die Mobilitätsinfrastruktur im Sinne aller Verkehrsteilnehmer weiter nachhaltig zu verbessern“, teilte Dirk Krüger vom ADAC Westfalen mit. Der Schlüssel zum Erfolg für eine gute Verkehrsplanung sei es, „alle Verkehrsteilnehmer ideologiefrei und bestmöglich aufeinander abzustimmen“ und auch benachbarte Kommunen bei der Planung an einen Tisch zu holen.

Von insgesamt zehn untersuchten NRW-Städten schnitt Münster am besten ab. Zu den Schlusslichtern zählen Mönchengladbach, Krefeld und Wuppertal. Im Ruhrgebiet sind die Menschen insgesamt relativ zufrieden.

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