Umfrage in Schalke

Schalker Wünsche: Sicherheit, Sauberkeit, Feste, Austausch

Mit Festen den Gemeinschaftsgedanken im Stadtviertel zu pflegen, stellt man sich im Haus Eintracht vor. Naheliegender Ort der Begegnung wäre dabei der neu gestaltete Grilloplatz in Gelsenkirchen-Schalke.

Mit Festen den Gemeinschaftsgedanken im Stadtviertel zu pflegen, stellt man sich im Haus Eintracht vor. Naheliegender Ort der Begegnung wäre dabei der neu gestaltete Grilloplatz in Gelsenkirchen-Schalke.

Foto: Olaf Ziegler / Funke Foto Services GmbH

Gelsenkirchen-Schalke.  Was wünschen sich die Menschen in Schalke, was vermissen sie? Mitarbeiter des Hauses Eintracht wollten es wissen. Sie befragten 500 Haushalte.

Mehr gemeinsame Feste, Austausch zwischen den unterschiedlichen Kulturen, bessere Parkmöglichkeiten, Gründung zusätzlicher Geschäfte stehen unter anderem auf der Wunschliste von Anwohnern rund um die Grillo-, Schwäbische und Schalker Straße. Ehrenamtliche Mitarbeiter der Amigonianer Soziale Werke eV und Honorarkräfte hatten nach vorheriger Schulung 500 Haushalte aufgesucht und die Bewohner nach ihren Wünschen befragt.

Erkenntnisse aus den Antworten der Schalker

Sandra Altmann, Leiterin vom Jugendhaus Haus Eintracht, zieht wichtige Erkenntnisse aus den Antworten der Bewohner. „Ihnen sind die Themen Wohnen, ausreichende Versorgung, Sauberkeit und Sicherheit genauso wichtig wie ein Miteinander im Stadtteil.“ Man wisse zu wenig vom Nachbarn, erklärten viele der befragten Bürger, die sich mehr interkulturelle Treffen zum Austausch und besseren Verständnis wünschten.

Tanz- und Kegelabende oder Flohmärkte im Bezirk

Angebote für die Freizeit, Hausaufgabenhilfe oder Mittagessen für Grund- und Hauptschüler gibt es bereits im Haus. Einige Vorstellungen der Bewohner ließen sich durch regelmäßige Begegnungen im Haus erfüllen. Neben Nachbarschaftstreffs schlugen Anwohner auch Tanz- und Kegelabende, Flohmärkte im Bezirk vor. Auch wenn die Versorgungslage die meisten zufrieden stellt, vermissen viele eine Drogerie wie auch eine Metzgerei in dem Stadtviertel. Einige plädieren für eine zentrale Anlaufstelle, die Treffpunkt und Informationsquelle zugleich sein sollte. Ihr Vorschlag: Errichtung einer Litfaßsäule auf dem Grilloplatz, die sie durch einen zusätzlichem Schaukasten im Haus Eintracht ergänzt haben möchten.

Insbesondere Sicherheit und Sauberkeit sind wichtig

„Viele Antworten machen deutlich, wie wichtig den Menschen insbesondere die Bereiche Sicherheit und Sauberkeit sind“, sagt Sandra Altmann. Gedacht ist an gemeinsame Aufräumaktionen, mit denen Nachbarn animiert und sensibilisiert werden könnten, für einen sauberen Stadtteil einzutreten, Die Diplom-Sozialpädagogin glaubt, dass der vorgeschlagene monatliche Stammtisch im Haus sich eignen würde zum Austausch über brennende Themen. So könnten vorhandene Missverständnisse beseitigt, das Miteinander gefördert und noch vorhandene Barrieren abgebaut werden. Der erste Stammtisch ist bereits für den 17. September geplant. Sandra Altmann ist überzeugt, dass sich die Begegnungen im Haus Eintracht doppeldeutig zur Eintracht der Kulturen entwickeln werden. Eine erste Vorstellung, den Gemeinschaftsgedanken und das Bekenntnis zum Stadtteil zu stärken, hat die 35-Jährige bereits im Kopf: „Ich denke über einen Umzug mit Musik und Tanz nach, der auf den Grilloplatz mit einem Fest der Kulturen endet.“I

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