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Treppe im Sportpark des Revierparks Nienhausen ist zu steil

Badleiter Oliver Gerdens will sich erkundigen, ob es eine Möglichkeit gibt, im Sportbad eine einfache Einstiegsmöglichkeit zu schaffen.

Badleiter Oliver Gerdens will sich erkundigen, ob es eine Möglichkeit gibt, im Sportbad eine einfache Einstiegsmöglichkeit zu schaffen.

Foto: Heinrich Jung / FUNKE Foto Services

Feldmark.  Das Sportbecken im Revierpark Nienhausen hat für Menschen, die nicht mehr so mobil sind, Nachteile. Badleiter Oliver Gerdens will sich kümmern.

Leserin Uschi Günther ist leidenschaftliche Schwimmerin. Doch seit einer schweren Beinoperation schafft sie es nicht mehr, die steile Einstiegstreppe zum Sportbad im Revierpark Nienhausen zu überwinden. Das würde auch vielen älteren Menschen so gehen, sagt sie und fragt: „Ist es vielleicht möglich, eine Treppe ins Bad hinein zu bauen, die einen einfachen Einstieg ermöglicht?

Badleiter Oliver Gerdens hält das für eine gute Idee. „Ich bin dankbar für Tipps, die Verbesserungen schaffen“, sagt er. Versprechen kann er nichts, aber er will sich mit Firmen, die entsprechendes Know-how haben, in Verbindung setzen. Drei Becken gibt es Revierpark: Das 50-Meter-Sportbecken, das Wellenbad und das Becken für Kinder.

Wellenbad und Kinderbecken sind unproblematisch

Das Wellenbad sei völlig unproblematisch, sagt Gerdens. Da gehe es von Ebene Null ganz sachte immer tiefer. „Dort ist es sogar für Menschen im Rollstuhl oder mit Rollatoren möglich, bis direkt an die Wasserkante zu fahren. Man kann dann langsam ins Wasser gleiten.“ Bei dem Kinderbecken gebe es drei Stufen, die aber rechts und links mit einem Geländer versehen sind, an denen man sich gut festhalten kann.

„Das Sportbecken aber ist 1972 wettkampfgerecht gebaut worden. Und bei so einem Becken darf natürlich keine Treppe oder ausladende Leiter stören“, betont der Badleiter. Es erfülle alle Wettkampfnormen und werde zum Beispiel vom SG Gelsenkirchen zum Training genutzt, wenn der offizielle Badebetrieb beendet ist.

Heute konstruiert man Kombibecken

Moderne Schwimmbäder würden so nicht mehr gebaut. Heute konstruiere man Kombibecken, die sich sowohl für Wettkämpfe als auch für Freizeitschwimmer eigneten. So habe schon das Sport-Paradies, das 1984 gebaut wurde, die Möglichkeit, eine Wand hochzufahren und auf diese Weise unterschiedlichen Bedürfnisse zu dienen. Oliver Gerdens hat absolutes Verständnis dafür, dass manche Schwimmer am liebsten ins Sportbecken gehen und kann die Enttäuschung nachvollziehen, wenn man dort den Einstieg nicht schafft, weil man nicht mehr so mobil ist.

In dem Becken erwacht der Wettkampfgeist, man freut sich, wenn man in dem 50 x 21-Meter-Becken seine Bahnen schwimmen kann. „Es ist ja auch etwas anderes, ob ich mir vornehme, zehn Bahnen zu schwimmen oder einige Runden“, weiß Gerdens aus Erfahrung. Viele wollten auch für sich selbst kleine Rekorde aufstellen. „Da gibt es Schwimmer, die freuen sich, dass sie am Anfang des Sommers für zwanzig Bahnen eine bestimmte Zeit benötigt haben und nach einigen Wochen deutlich schneller geworden sind“, sagt der Badleiter. „Ich finde die Idee der Schwimmerin ganz toll und bin immer dankbar für solche Anregungen.“

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