Bundespolizei

Unbekannte legen Betonteile auf Gleise in Gelsenkirchen

Die Bundespolizei braucht Hilfe bei der Suche nach den jugendlichen Tätern. (Symbolbild)

Die Bundespolizei braucht Hilfe bei der Suche nach den jugendlichen Tätern. (Symbolbild)

Foto: Silas Stein / dpa

Gelsenkirchen.  Erneuter Vorfall am Hauptbahnhof Gelsenkirchen: Jugendliche legen Betonteile auf die Schienen. Bundespolizei warnt: kein „Dumme-Jungen-Streich“.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Nachdem mutmaßlich drei Jugendliche am Montag einen Zug mit Steinen beschädigten, kam es am Dienstagabend erneut zu einem Vorfall im Bereich der Ausfahrtsgleise am Gelsenkirchener Hauptbahnhof. Drei tatverdächtige Jugendliche konnte flüchten. Die Bundespolizei verstärkt nach eigenen Angaben nun ihre Überwachungsmaßnahmen in diesem Bereich.

Gegen 18.40 Uhr wurden der Bundespolizei mehrere Jugendliche im Bereich der Ausfahrtsgleise (Richtung Wanne-Eickel) am Hauptbahnhof gemeldet. Sofort fahndeten Einsatzkräfte im Bereich der Ückendorfer Straße nach den Personen. Doch offenbar konnten sie über die Almastraße unerkannt flüchten.

Wie sich herausstellte, hatten die Jugendlichen im Gleisbereich Steine und Betonteile auf die Schienen gelegt, welche durch zwei Züge überfahren wurden. Schäden am Gleisoberbau und an den Zügen konnten nicht festgestellt werden. Die Bundespolizei leitete erneut Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein und wird die Bahnanlagen im Bereich der Ückendorfer Straße verstärkt überwachen.

Bundespolizei warnt vor derartigen Taten

In diesem Zusammenhang warnt die Bundespolizei erneut vor derartigen Taten. Beim Überfahren von Betonteilen oder anderen Gegenstände könnten, so die Bundespolizei, gesplitterte Teile wie Geschosse wirken und Menschen erheblich verletzen. Es handele sich deshalb auch nicht um einen „Dumme-Jungen-Streich“. Nicht umsonst habe der Gesetzgeber den Tatbestand des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren sanktioniert.

Hinweise zu den drei jugendlichen Tatverdächtigen nimmt die Bundespolizei unter der kostenfreien Servicenummer 0800 6 888 000 entgegen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben