Müllentsorgung

Verdacht: Illegal giftigen Müll in Gelsenkirchen entsorgt

Ein 58-jähriger Mann ist der Polizei im Ückendorfer Gewerbegebiet „Am Dördelmannshof“ aufgefallen. Er entlud auf einem Gelände Säcke mit giftigem Teerkork.

Ein 58-jähriger Mann ist der Polizei im Ückendorfer Gewerbegebiet „Am Dördelmannshof“ aufgefallen. Er entlud auf einem Gelände Säcke mit giftigem Teerkork.

Foto: Olaf Ziegler

Gelsenkirchen-Ückendorf.   Polizei und Stadt überprüften einen Schrott- und Abfallsammelplatz in Ückendorf. Ein Verdächtiger entlud Säcke mit giftigem Teerkork.

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Eine Strafanzeige wegen des unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Abfällen und weitere Ermittlungen zog eine gemeinsame Kontrolle von Mitarbeitern der Stadt und Polizeikräften nach sich. Ins Blickfeld von Polizisten auf Streife geriet am Mittwoch gegen 12.30 Uhr eine verdächtige Person im Gewerbegebiet „Am Dördelmannshof“ in Ückendorf.

Der Mann lud Säcke von einem Transporter ab. Auf dem Firmengelände stellten die Beamten dann fest, dass das Areal als Schrottplatz beziehungsweise Wertstoff- oder Abfallsammelplatz genutzt wird. Die Polizisten stießen bei ihren Untersuchungen auf mehrere Container, die mit unterschiedlichen Materialien, zum Beispiel Eisenschrott, Altpapier und Kunststoffresten gefüllt waren. Im Verlauf der Ermittlungen, zu denen später städtische Sachverständige für Umweltdelikte hinzugerufen wurden, stellte sich heraus, dass der Platz von einem Bochumer Ehepaar betrieben wird.

Stadt erhält Amtshilfe aus Bochum

Geprüft wird nun mit Amtshilfe aus Bochum, ob die bauordnungs- und betriebsrechtlichen Genehmigungen für den Platz vorhanden sind. Denn in den Säcken, die der 58-Jährige ablud, war beispielsweise Teerkork, ein Gefahrgut, das Gifte enthält, die über die Haut aufgenommen werden. Unter Aufsicht der Polizei wurde das Gefahrgut vor Ort ordnungsgemäß eingelagert.

Teerkork, früher oftmals als Wärme- bzw. Schallisolierung verwendet, enthält sogenannte Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Viele der Einzelsubstanzen von PAK gelten für den Menschen unter anderem als Krebs erzeugend, Erbgut verändernd und fortpflanzungsschädigend. Der Werkstoff ist heute verboten.

Des Weiteren ermitteln die Beamten wegen des Verstoßes gegen das Berufskraftfahrer-Qualifikationsgesetz und erstellten dazu eine Ordnungswidrigkeitenanzeige aufgrund fehlender Ladungssicherung.

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