Verkehrspolitik

Verkehrsausschuss beschließt Radkonzept und neue Busstrecke

Das Wohn- und Gewerbequartier Graf Bismarck.

Das Wohn- und Gewerbequartier Graf Bismarck.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen.  Der Gelsenkirchener Verkehrsausschuss beschließt das vorgelegte Radkonzept und neue die Busstrecke im Quartier Graf Bismarck.

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Der Verkehrsausschuss hat sich in seiner Sitzung am Donnerstag unter anderem mit dem Radkonzept der Stadt beschäftigt. Der Maßnahmenkatalog sieht die Erneuerung vorhandener Radwege vor sowie auch den Bau von Querungshilfen, den Einbau von Radbügeln für das Abstellen der Zweiräder, die Beseitigung von Mängeln wie fehlende Schilder, Signalgeber und Schlaglöcher und auch das Aufbringen von Schutzstreifen vor. Der Beschlussvorlage wurde mit einer Stimmenmehrheit der SPD zugestimmt, CDU und Grüne übten harte Kritik.

CDU kritisiert Schutzstreifen als Etikettenschwindel

Nach Meinung der Union sind insbesondere die aufgemalten Schutzstreifen auf dem Asphalt „hochkritisch zu sehen“, wie Wolfgang Heinberg (CDU) sagte. Er ist Ausschussvorsitzender. In den Augen der CDU und auch der Bündnisgrünen bieten Schutzstreifen nicht ein ausreichendes Maß an Sicherheit für Radfahrer. Daher plädieren beide für echte Radwege. Heinberg: „Wir sind für gebaute Radwege und nicht für aufgepinselte Wege. Der Begriff Schutzstreifen ist ein Etikettenschwindel“, die Realität und Gefahr im Alltagsverkehr für Radfahrer auf solchen Streifen sehe doch anders aus und sei sehr hoch. Nichtsdestotrotz setzte sich die SPD mit ihrer Mehrheit durch für das Maßnahmenpaket. 2020 sieht der Haushalt dafür 1,4 Millionen Euro vor, 2021 dann 1,6 Millionen Euro.

Das Gremium hat auch die Erhöhung der Taxipreise beschlossen. Im Schnitt steigt der Tagtarif dann zum Jahreswechsel um 6,7 Prozent, Nachtfahrten werden um 6,1 Prozent teurer. Der Grundpreis bleibt bei vier Euro, dafür steigt der Preis tagsüber unter anderem für den ersten Kilometer von 2,30 Euro auf 2,45 Euro, Kilometer zwei bis fünf von 1,75 auf 1,90 Euro, alles darüber hinaus von 1,65 Euro auf 1,80 Euro.

Neue Buslinie 392 fährt künftig über den Haverkamp

Ein weiteres Thema war die Nahverkehrsanbindung, im Zentrum stand dabei die Anbindung des neuen Stadtquartiers Graf Bismarck. Die Mitglieder hatten darüber zu entscheiden, welche Linienführung die neue Buslinie 392 künftig nehmen soll. Variante A sah vor: Der Linienweg verläuft über die Marschallstraße, Sellmannsbachstraße und Trinenkamp. Variante B sah vor: Der Linienweg verläuft über die Bickernstraße, Reckfeldstraße, Deichstraße und Braubauerschaft. „Gegen die Stimmen der Opposition“, so Ausschussvorsitzender Wolfgang Heinberg, „ist für die Variante B votiert worden.“

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