Kommunalwahl 2020

Wen schickt die CDU ins Rennen um das OB-Amt?

Einer von den Dreien könnte es wohl machen für die Gelsenkirchener CDU – aber die Wahrscheinlichkeit, wer wirklich antritt, steigt von links nach rechts massiv: Wolfgang Heinberg, Christina Totzeck und Sascha Kurth. (Archivbild)

Einer von den Dreien könnte es wohl machen für die Gelsenkirchener CDU – aber die Wahrscheinlichkeit, wer wirklich antritt, steigt von links nach rechts massiv: Wolfgang Heinberg, Christina Totzeck und Sascha Kurth. (Archivbild)

Foto: Thomas Schmidtke / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen.  Hinter den Kulissen der CDU Gelsenkirchen wird eifrig diskutiert: Wer wird OB-Kandidat 2020? Dabei kann es eigentlich nur auf einen hinauslaufen.

Bei der CDU dürfte der Rückzug Frank Baranowskis in den internen Diskussionen über die eigene Kandidatensuche nahezu alles auf den Kopf gestellt haben. Die Partei ist schlau genug zu wissen, dass es gegen den Amtsinhaber erneut sehr schwer geworden wäre. Schickt man dann seinen größten Hoffnungsträger ins Rennen?

Nach den Niederlagen von Norbert Mörs (2009) und Werner Wöll (2014) hätte sich die CDU wohl jemanden ausgeguckt, der oder die es machen kann, aber eben nicht machen muss. Jetzt ist die Chance da für jemanden, der es wirklich will. Und zwar mit einer realistischen Chance.

Sascha Kurth

Der 36-Jährige befindet sich quasi im perfekten Alter: jung genug, um für einen Neuanfang zu stehen; alt genug, um politische Erfahrung vorzuweisen. Seit zwei Jahren ist Sascha Kurth Nachfolger Oliver Wittkes als Kreisvorsitzender der CDU in Gelsenkirchen, seit Beginn der Ratsperiode schon Geschäftsführer der CDU-Fraktion. Bei einer erneuten Kandidatur Baranowskis hätte er wahrscheinlich verzichtet, um nicht „verbrannt“ zu werden. Jetzt sagt er: „Es ist klar, dass es Gelsenkirchen mehr denn je verdient hat, eine gute Kandidatin oder einen Kandidaten der CDU zu bekommen.“ Wahrscheinlichkeit: 80 Prozent

Christina Totzeck

Für den nach WAZ-Meinung unwahrscheinlichen Fall, dass Sascha Kurth es nicht macht, könnte es auf Christina Totzeck hinauslaufen. Vermutlich hätte sie viel größere Chancen gehabt, eine CDU-Kandidatin gegen Frank Baranowski zu werden. Sie wäre der größtmögliche Gegenpol gewesen: jung, weiblich, unverbraucht. Für den wahrscheinlichen Fall einer Wahlniederlage hätte sie zudem ihrem Parteifreund Kurth indirekt den Weg zur Kandidatur 2025 geebnet. Wahrscheinlichkeit: 15 Prozent

Wolfgang Heinberg

Sein Name wurde bei den vergangenen Kommunalwahlen immer mal wieder gehandelt. Nominiert hat die CDU mit Mörs und Wöll jeweils andere. Unwahrscheinlich, dass er mit 58 nun seine große Stunde gekommen sieht. Vielleicht wäre er in einen Wahlkampf gegen Baranowski gezogen. Für eine Kommunalwahl, bei der die CDU wohl größere Chancen hat, tatsächlich mal wieder das OB-Amt zu bekleiden, wird er Sascha Kurth nicht im Wege stehen. Wahrscheinlichkeit: 5 Prozent

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