Kotten Nie

Aus alt mach neu: Werkstatt am Kotten Nie wurde umgestaltet

Bodo Dehmel, Vorsitzender vom Gladbecker Förderverein Kotten Nie, und Stellvertreterin Agnes Allkemper fühlen sich wohl in der umgestalteten Werkstatt.

Bodo Dehmel, Vorsitzender vom Gladbecker Förderverein Kotten Nie, und Stellvertreterin Agnes Allkemper fühlen sich wohl in der umgestalteten Werkstatt.

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Dank einer Lions-Spende konnte der Förderverein Kotten Nie das Gebäude modernisieren. Es soll Raum für vielerlei Aktivitäten bieten.

Über Jahre war die „Alte Werkstatt“ am Kotten Nie fast verwaist. Nur noch selten wurde sie zum Schauplatz für Kinderveranstaltungen. Das könnte – und soll – sich ändern, wünscht sich der Vorstand des Fördervereins Kotten Nie. Dafür wurde der Raum umgemodelt und modernisiert.

Dank sei einer „großzügigen Spende und Geste“ des Gladbecker Lions-Clubs, hebt Bodo Dehmel hervor. Der Vorsitzende des Fördervereins Kotten Nie berichtet: „Wir haben 12.000 Euro aus dem Verkauf des Adventskalenders bekommen.“ Aus eigenen Mitteln seien zudem 6000 bis 8000 Euro in das Projekt geflossen. Ein knappes Jahr habe der Umbau beansprucht, „weil wir vieles selber machen wollten“.

Mit – durchaus berechtigtem Stolz – schauen sich Dehmel und Agnes Allkemper, eine der beiden stellvertretenden Vorsitzenden, in der neuen „Alten Werkstatt“ um: Die abgenutzte Theke mit der Mosaikfront hat einer kleinen Küchenzeile Platz gemacht; hinter einem Paravent befindet sich ein Abstellraum. Die gesamte Elektrik, Beleuchtung und Heizungsanlage in dem Haus auf dem Areal des Kottens Nie wurden auf Vordermann gebracht.

Das Mobiliar ist komplett ausgewechselt worden. Allkemper berichtet: „Die Sitzelemente haben wir nach unseren Vorstellungen anfertigen lassen.“ Das Resultat sind Holzkisten, die sich beliebig arrangieren lassen. „Man kann oben und unten sitzen, sie auch in U-Form anordnen“, erläutert der Vereinsvorsitzende.

Tomatenrote Sitzkissen setzen Farbakzente. Wie auch die Fensterrahmen, die Magnettafel für Fotos, Ankündigungen oder Notizen, die überarbeiteten, neu gestrichenen Fensterrahmen. Dehmel: „Uns waren die Bilderreihen in den Fenstern wichtig, denn sie schützen vor Blicken von außen. So sitzt man hier nicht wie auf dem Präsentierteller.“ Allkemper ergänzt: „Außerdem können wir unsere Aktivitäten zeigen.“

Die klappbaren Tische lassen sich ebenso von der Bildfläche räumen wie die Sitzelemente. Je nachdem, wieviel Raum mögliche Aktivitäten beanspruchen. Da können sich Dehmel und Allkemper so einiges vorstellen. „Zum Beispiel braucht man bei Kindertheater Bewegungsfreiheit“, meint der Vereinschef. Und auch bei Angeboten wie Yoga, so Agnes Allkemper, stünden Tische und Stühle eher im Weg. Praktisch seien sie hingegen bei Schulungen, Workshops oder Sitzungen – sei es nun vom Förderverein selbst oder anderen Gruppen. 20 bis 25 Menschen können dann hier in der „Alten Werkstatt“ Platz nehmen.

Der Förderverein ist offen für viele Ideen

Denkbar seien auch Frühstücksrunden und kleine Feiern. Vereine, Verbände und Privatleute können den großzügigen, hellen Raum anmieten. „Wir haben hier keine Festlocation“, stellt Allkemper klar. Um 21 Uhr ist Feierabend. Doch der Förderverein zeigt sich offen für viele Ideen.

Gehämmert, gesägt und gebohrt wurde an dieser Stelle, als die Holzwerkstatt Anfang der 1990er Jahre gebaut wurde. Dehmel entsinnt sich: „Unter Anleitung eines pensionierten Schreiners, Bernhard Nattkämper, haben Jugendliche für den Umbau des Kottens zugearbeitet.“

Als Kinderhaus befand sich das Gebäude in Trägerschaft des Gladbecker Jugendamtes

Danach sei das Gebäude ein Kinderhaus in Trägerschaft des Jugendamtes gewesen. „Vor sieben, acht Jahren hat sich die Stadt zurückgezogen, seitdem stand es leer“, plaudert Dehmel. Nun soll wieder richtig „Leben in die Bude“ kommen.

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