Großbaustelle

B 224 wird pünktlich Montagfrüh wieder frei gegeben

Auf einer Breite von 7,50 Metern zieht die Asphaltiermaschine, die auf der B 224 am Wochenende im Einsatz war, die doppellagige Deckschicht in einem Arbeitsgang auf die Fahrbahn.

Auf einer Breite von 7,50 Metern zieht die Asphaltiermaschine, die auf der B 224 am Wochenende im Einsatz war, die doppellagige Deckschicht in einem Arbeitsgang auf die Fahrbahn.

Foto: Andreas Hofmann / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Das Asphaltieren wurde Sonntagfrüh beendet. Der Landesbetrieb Straßen ist mit dem Bauablauf zufrieden. Nun laufen noch Markierungsarbeiten.

Die Bauarbeiten auf der B 224 sind auf der Zielgeraden: Seit Sonntagfrüh 7 Uhr sind bereits die Vorbereitungen für die Straßenmarkierungen gestartet. Im Laufe des Tages sollen sie auf der gesamten Baustellenlänge von knapp 2,5 Kilometer komplett durchgeführt werden. Außerdem werden noch Fugenschnitte durchgeführt – der neue Belag wird an den Kanten glatt geschnitten. Der Landesbetrieb Straßen.NRW rechnet damit, dass die sanierte Fahrbahn pünktlich in der Nacht zu Montag wieder für den Verkehr freigegeben werden kann.

Bis 2.30 Uhr in der Nacht liefen die Asphaltierungsarbeiten – erst zu diesem Zeitpunkt war die riesige Spezialmaschine, die den Fahrbahnbelag nach dem „Inline-Pave-Verfahren“ aufbringt, an der Stadtgrenze zu Buer angekommen. Die Arbeiten hatten Samstagfrüh an der A 2 begonnen. Die knapp 20 Meter lange Maschine bewegt sich nur im Schneckentempo fort und bringt dabei – auf einer Breite von maximal 7,50 Metern – zwei Lagen Asphalt in einem Arbeitsgang auf, wie Frank Hausendorf, Projektleiter bei Straßen.NRW, erläutert. Dennoch musste diese „Fahrt“ am Nachmittag gedrosselt werden – auf nur noch knapp 2 km/h.

Lkw mit dem Asphalt kämpften mit dem Stau in der Baustelle

Grund: Die Lkw, die aus zwei Asphaltwerken in der Region „just in time“ permanent das Material für den Straßenbelag anliefern, kamen in dem Stau auf der B 224, der sich diesmal wegen der Baustellenampel an der Ecke Schützenstraße gebildet hatte, nicht so schnell auf die Baustelle und an die Asphaltiermaschine heran. Teilweise reichte der Stau bis zum Kreisverkehr in Buer. Das hatte zur Folge, dass die Asphaltierarbeiten am Ende zwei Stunden länger brauchten als ursprünglich geplant.

Zum befürchteten Verkehrschaos ist es dennoch nicht gekommen – trotz des Rückstaus. „Wir sind hochzufrieden, so wie alles abgelaufen ist“, so Hausendorf, der schon nach dem ersten Teil der Sanierung am vergangenen Wochenende eine positive Bilanz gezogen hatte. Offenbar hätte auch an diesem Wochenende viele Verkehrsteilnehmer die Großbaustelle umfahren. Schon am vergangenen Wochenende war die Sanierung der B-224-Westseite ohne große Verkehrsprobleme über die Bühne gegangen.

35 Männer waren ständig im Einsatz auf der Baustelle

Letztes wie dieses Wochenende waren rund 35 Männer – von Baufirmen und vom Landesbetrieb – pro Schicht ständig auf der Baustelle und sorgten in mehreren Schichten für einen Rund-um-die-Uhr-Betrieb. Hausendorf: „Es hat alles gut funktioniert.“ Übrigens erhielten die Abbiegespuren (in die Bohmert-, Schützen- und Steinstraße) keinen neuen Fahrbahnbelag, da mit ihnen einerseits die Maximalbreite der Asphaltiermaschine überschritten wurde und andererseits laut Straßen.NRW auf diesen Fahrbahnteilen die Abnutzung nicht hoch ist und keinen neuen Belag erforderlich machte. In der neuen Woche werden nun noch die Kontaktschleifen an den Ampeln in die Fahrbahn eingebracht.

Bei dem BMW-Fahrer, der am Samstagmorgen mit seinem Wagen unerlaubterweise auf die Baustellenspur gelangt war und an einer der zwölf Zentimeter hohen Fräskante hängen blieb, handelt es sich um einen 87-jährigen Autofahrer. Er sei, so hieß es, irritiert gewesen und war einem Baustellen-Lkw hinterhergefahren. An der Kante hatte der Wagen einen Radbruch erlitten und musste abgeschleppt werden.

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